Jacqueline Badran bricht Tabus: Feminismus zwischen Hautpflege und Wohnungspolitik
Jacqueline Badran bricht Tabus: Feminismus zwischen Hautpflege und Wohnungspolitik
Jacqueline Badran, Politikerin der Schweizer Sozialdemokraten, war kürzlich Gast in der 52. Folge des Podcasts The Succession. Die von Karin Bearpark und Dara Masi moderierte Sendung behandelt normalerweise unterhaltsame Themen wie Klatsch und Beziehungen – Politik steht selten im Fokus. Badrans Besuch führte jedoch zu einer vielschichtigen Diskussion, die Feminismus, Wohnungspolitik und sogar persönliche Themen wie Hautpflege und soziale Medien umfasste.
Im Gespräch kritisierte Badran die Make-up-Gewohnheiten der Moderatorinnen und bezeichnete dies als "schädlich für die Haut". Sie betonte, dass junge Frauen nicht allein nach ihrem Äußeren beurteilt werden sollten. Zudem übt sie scharfe Kritik an der Konsumkultur und lehnte die Vorstellung ab, dass Glück von Trends wie Smoothies oder Yoga abhängt. Stattdessen rief sie junge Frauen dazu auf, sich politisch zu engagieren, um echten Wandel in ihrem Leben zu bewirken.
Die selbsternannte Feministin verband ihr Engagement für bezahlbaren Wohnraum mit der Gleichberechtigung der Geschlechter. Sie wies darauf hin, dass hohe Mieten Frauen oft in missbräuchlichen Beziehungen gefangen halten – stabile Wohnverhältnisse seien daher ein zentrales feministische Anliegen. Zu sozialen Medien äußerte sie sich ambivalent: Einerseits anerkennt sie deren Rolle beim Aufbau von Gemeinschaften, andererseits hinterfragt sie die Authentizität von Fanbewegungen wie denen von Taylor Swift.
Badran löste mit ihren Aussagen zu Kleidung und Belästigung eine Debatte aus. Sie argumentierte, dass Frauen, die freizügige Kleidung tragen und sich gleichzeitig über unerwünschte Aufmerksamkeit beschweren, widersprüchliche Signale senden – betonte aber nachdrücklich, dass dies Belästigung niemals rechtfertigt. Auf lockerer Ebene zeigte sie auch ihre spielerische Seite und gestand, mit ihrem Partner in Babysprache und mit Kosenamen zu sprechen, auch wenn sie ihre Beziehung ansonsten privat hält.
Rückblickend auf ihr eigenes Leben lehnte sie das Phänomen "Fear of Missing Out" (FOMO) ab und riet jungen Menschen, ein erfülltes Leben zu führen, statt Trends hinterherzujagen.
Badrans Auftritt in The Succession brachte politische und feministische Perspektiven in einen Podcast, der sonst für lockere Plaudereien bekannt ist. Ihre Aussagen zu Wohnraum, Belästigung und sozialen Medien verhalfen der Diskussion zu mehr Tiefe, während persönliche Anekdoten Einblicke in ihr Privatleben gaben. Die Folge unterstrich ihre Bereitschaft, Konventionen infrage zu stellen – ob in politischen Debatten oder im Alltagsgespräch.
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