Ulmer Rathaus fällt wieder den Narren zum Faschingsauftakt in die Hände
Ulmer Rathaus fällt wieder den Narren zum Faschingsauftakt in die Hände
Ulms Rathaus ist während des Faschings erneut in die Hände der Narren gefallen
Zum Auftakt der diesjährigen "fünften Jahreszeit" übernahmen die Ulmer Narren wie jedes Jahr spielerisch die Macht im Rathaus – und die Stadtverantwortlichen gaben widerstandslos das Zepter aus der Hand. Selbst die Bürgermeister beteiligten sich diesmal verkleidet und mit Spiel und Spaß am Geschehen.
Der Sturm auf das Rathaus begann, als die Narren in ausgelassener Stimmung das Gebäude erstürmten. Statt sich zu wehren, machten Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Neu-Ulms Bürgermeisterin Katrin Albsteiger mit: Ansbacher erschien als "Super Martin", Albsteiger in einem Prinzessin-Peach-Kostüm.
Anschließend traten Bürgermeister und Stadträte im Limbo-Tanz gegeneinander an, bauten menschliche Pyramiden und lösten Rätsel. Wie in den Vorjahren akzeptierte die Stadtverwaltung die Aktion als festen Bestandteil der Tradition. Aufzeichnungen zufolge gab es in den letzten zwei Jahrzehnten weder von der Ulmer Faschingspolizei noch von den Behörden Versuche, solche Übernahmen zu verhindern.
Gemäß dem Brauch bleibt das Rathaus nun bis zum Faschingsdienstag in der Hand der Narren. Die symbolische Übergabe markiert den Höhepunkt der Fasnacht, bei der die Verantwortlichen das fröhliche Chaos als Teil der lokalen Kultur feiern.
Die Besetzung dauert bis zum Ende der Karnevalssaison an. In dieser Zeit regieren die Narren das Rathaus – eine Praxis, die seit Jahren unangefochten bleibt. Die Stadtspitze betrachtet das Ereignis stets als eine festliche Auszeit vom offiziellen Dienst.
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