Chemnitz eröffnet erstes NSU-Dokumentationszentrum als Ort des Gedenkens und der Aufklärung
Großartige Unterstützung - NSU-Dokumentationszentrum macht Bilanz - Chemnitz eröffnet erstes NSU-Dokumentationszentrum als Ort des Gedenkens und der Aufklärung
Im Mai 2025 eröffnete in Chemnitz Deutschlands erstes Dokumentationszentrum zum rechtsextremen NSU-Terrornetzwerk. Die Einrichtung dient als dauerhafter Ort des Gedenkens an die zehn Mordopfer der Gruppe und setzt sich mit den Versäumnissen der anschließenden Ermittlungen auseinander.
Das unter dem Titel "Offener Fall" geführte Zentrum beleuchtet zudem übergreifende Themen wie die Migrationsgeschichte der Bundesländer Deutschlands und die anhaltende Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt. Seit seiner Eröffnung verzeichnete es im ersten Jahr bereits fast 15.000 Besucher:innen und stößt mit seinen Programmen und Veranstaltungen auf große Resonanz.
Kernstück der Einrichtung ist die Dauerausstellung, die sich mit dem Leben der zehn Menschen beschäftigt, die zwischen 2000 und 2007 vom NSU ermordet wurden. Neun von ihnen waren Unternehmer türkischer Herkunft – Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü, Abdurrahim Özüdoğru und Theodoros Boulgarides –, das zehnte Opfer war die Polizistin Michèle Kiesewetter. Persönliche Gegenstände wie Familienfotos und Erbstücke werden neben Aquarellporträts der Verstorbenen gezeigt.
Neben der Ausstellung beherbergt das Zentrum ein Archiv zum NSU sowie einen als "Versammlung" bezeichneten Raum für Bildungsworkshops und öffentliche Diskussionen. Die Finanzierung des jährlichen Budgets in Höhe von 2,6 Millionen Euro erfolgt größtenteils durch das Land, ergänzt durch einen kleineren Bundeszuschuss – die Mittel müssen jedoch jährlich neu bewilligt werden. Um die langfristige Zukunft zu sichern, hat eine gemeinnützige GmbH die Trägerschaft übernommen und stellt so sicher, dass die Arbeit des Zentrums über Chemnitz' Jahr als "Europäische Kulturhauptstadt" hinaus fortgeführt wird.
Auf dem Programm dieses Jahres stehen eine Filmreihe, Workshops, eine Theaterpremiere, ein Konzert sowie Veranstaltungen zum 15. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011. Zeitgleich läuft in Dresden der Prozess gegen Susann E., eine mutmaßliche Vertraute des NSU-Trios. Trotz der juristischen Aufarbeitung bleiben weite Teile des Unterstützernetzwerks der Gruppe im Dunkeln.
Das Chemnitzer Zentrum schafft eine öffentliche Dokumentation der NSU-Verbrechen und der nachfolgenden systemischen Versäumnisse. Mit hohen Besucherzahlen und einem vielfältigen Programm hat es sich schnell zu einem zentralen Ort der Aufklärung und des Gedenkens entwickelt. Seine Zukunft hängt jedoch von einer gesicherten Finanzierung und der Klärung der noch offenen Fragen zu den weiteren Verstrickungen des NSU ab.
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