Hamburgs Handel leidet unter US-Zöllen – doch China und EU stabilisieren die Bilanz

Sebastian Voigt
Sebastian Voigt
2 Min.
Ein Plakat, das das US-Handelsdefizit nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, mit einer Grafik aus farbigen Kreisen, die verschiedene Länder darstellen, und begleitendem Text mit weiteren Details.Sebastian Voigt

Tschentscher kritisiert US-Handelspolitik - Hamburgs Handel leidet unter US-Zöllen – doch China und EU stabilisieren die Bilanz

Hamburgs traditionelles Matthiae-Mahl versammelte rund 400 Gäste unter dem Motto Europas Souveränität im geopolitischen Umbruch. Die seit 1356 abgehaltene Veranstaltung ehrte diesmal die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, als Ehrengäste. Vor diesem Hintergrund offenbarten die Handelszahlen der Stadt verschobene wirtschaftliche Bindungen und neue Herausforderungen.

Seit Anfang 2025 steht Hamburgs Handelsbilanz unter zunehmendem Druck. Nach Amtsantritt der neuen US-Regierung brachen die Exporte in die USA im ersten Dreivierteljahr um über 60 Prozent ein. Bis zum vierten Quartal 2025 weitete sich das Defizit mit den Vereinigten Staaten auf 1,2 Milliarden Euro aus – bei einem Rückgang der Ausfuhren um 8 Prozent und einem Anstieg der Importe um 5 Prozent. Bürgermeister Peter Tschentscher kritisierte öffentlich die unter dem früheren Präsidenten Donald Trump eingeführten Zollpolitiken, die maßgeblich zu diesem drastischen Einbruch beitrugen.

Trotz dieser Rückschläge verbesserten sich Hamburgs Gesamthandelzahlen. Mit China, dem anderen zentralen Partner, hielt die Stadt einen stabilen Überschuss von 2,5 Milliarden Euro. Auch der Handel innerhalb der EU legte zu und erreichte einen Überschuss von 4,1 Milliarden Euro – ein Plus von 3 Prozent, angetrieben durch die gestiegene Binnennachfrage in der Union. Diese Entwicklungen unterstreichen Hamburgs Bemühungen, seine Handelsbeziehungen über die traditionellen Märkte hinaus zu diversifizieren.

Als historischer Handelsplatz setzt sich Hamburg weiterhin für offene Märkte und Freihandelsabkommen der EU ein. Aktuelle Vereinbarungen wie CETA (EU-Kanada) oder das Mercosur-Abkommen spiegeln diese Strategie wider. Gleichzeitig räumen Verantwortliche ein, dass die Stadt anfällig für geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Instabilität und Störungen in den Lieferketten bleibt. Angesichts der aktuellen Lage wird der Bedarf an widerstandsfähigen Partnerschaften immer deutlicher.

Das Matthiae-Mahl 2025 betonte Hamburgs Entschlossenheit, sich angesichts globaler Handelsverschiebungen anzupassen. Zwar belasten die US-Zölle die Exporte schwer, doch der Handel mit China und der EU bleibt robust. Künftig werden die Erschließung neuer Märkte und die Stärkung freihändlerischer Bindungen entscheidend sein, um Hamburgs wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

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