Fehlalarm der Gesichtserkennung: Unschuldiger Briten-Ingenieur in Berlin-Fahndung verhaftet
Gesichts recognition-Panne - Unschuldiger Mann festgenommen - Fehlalarm der Gesichtserkennung: Unschuldiger Briten-Ingenieur in Berlin-Fahndung verhaftet
Ein 26-jähriger Softwareingenieur aus Großbritannien wurde fälschlicherweise festgenommen, nachdem eine Gesichtserkennungstechnologie ihn irrtümlich mit einem Einbruchsdiebstahl in Berlin in Verbindung gebracht hatte. Alvi Choudhury verbrachte zehn Stunden in Polizeigewahrsam, bevor er ohne Anklage wieder freigelassen wurde. Der Vorfall hat die Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit automatisierter Gesichtserkennungssysteme, die von britischen Sicherheitsbehörden eingesetzt werden, erneut entfacht.
Die britischen Behörden nahmen Choudhury fest, nachdem das System sein Bild als Übereinstimmung mit einem mutmaßlichen Einbrecher markiert hatte. Er bestand darauf, dass es keinerlei Ähnlichkeit zwischen ihm und der Person auf den Überwachungsaufnahmen gebe. Es war nicht das erste Mal, dass die Technologie aufgrund einer fehlerhaften Übereinstimmung zu einer ungerechtfertigten Festnahme führte.
Seit 2020 sind mindestens 21 Fälle von falschen Identifizierungen durch die Gesichtserkennung der britischen Polizei dokumentiert. Vierzehn davon stammten aus Testläufen der Londoner Metropolitan Police im Jahr 2020, weitere Vorfälle betrafen die Polizei von South Wales und andere Behörden bis 2024. Der Algorithmus durchsucht monatlich etwa 19 Millionen Polizeifotos, doch die Ergebnisse sollen lediglich als Ermittlungsansätze dienen – nicht als endgültiger Beweis.
Choudhurys Polizeifoto ist nun nach zwei früheren Fehlfestnahmen zweimal in den Polizeidatenbanken gespeichert. Er äußerte Befürchtungen, erneut Opfer einer falschen Verhaftung zu werden. Polizeiaufsichtsbehörden haben auf "tiefgreifende systemische Verzerrungen" in der Technologie hingewiesen, insbesondere bei höheren Fehlerquoten bei Menschen mit dunklerer Hautfarbe und asiatischer Abstammung.
Auch der britische Biometrie- und Überwachungskamerabeauftragte warnte vor den Konsequenzen der Speicherung und Nutzung von Fotos von Personen, die zwar festgenommen, aber nie angeklagt wurden.
Der Fall verstärkt die wachsende Kritik an Gesichtserkennungstools in der Polizeiarbeit. Choudhurys Erfahrung unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Genauigkeit und Diskriminierung in automatisierten Systemen. Die Behörden sehen sich weiterhin mit Forderungen nach strengeren Kontrollen und möglichen Reformen konfrontiert, um weitere Fehlidentifizierungen zu verhindern.
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