Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Australien wegen Schweigegebots im Higgins-Skandal
Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Australien wegen Schweigegebots im Higgins-Skandal
Fiona Brown reicht eine Klage gegen den australischen Bundesstaat ein – wegen der Behandlung, die sie während des Brittany-Higgins-Skandals im Jahr 2021 erfahren haben will. Die ehemalige hochrangige Mitarbeiterin wirft vor, damals zum Schweigen gebracht und ausgeschlossen worden zu sein, nachdem die Vorwürfe öffentlich wurden. Ihr Fall wird nun erneut vor Gericht verhandelt; weitere Verfahren stehen an.
Brown arbeitete als Stabschefin der damaligen Verteidigungsministerin Linda Reynolds, als Brittany Higgins berichtete, im Parlamentshaus vergewaltigt worden zu sein. Als der Skandal Anfang 2021 bekannt wurde, bekleidete sie eine Führungsposition im Büro von Premierminister Scott Morrison.
Sie behauptet, Morrison und seine engsten Berater hätten ihr verboten, auf Medienanfragen zu Higgins' Vorwürfen zu antworten. Zudem sei sie nach Ausbruch der Kontroverse von wichtigen Führungssitzungen ausgeschlossen worden. Laut ihrer Schilderung habe Morrison jeden Kontakt zu ihr vermieden, was bei ihr Angst und Verzweiflung ausgelöst habe.
Bei einer kurzen Begegnung soll Morrison ihr lediglich gesagt haben: "Wir haben doch schon gesprochen, oder?" – bevor er sich abwandte. Dies sei das einzige direkte Gespräch gewesen, das sie zu dem Thema geführt hätten. Brown wirft Morrison zudem vor, das Parlament später irregeführt zu haben, indem er behauptete, mit ihr über die Unterstützung für Higgins gesprochen zu haben – was sie vehement bestreitet.
Eine Verhandlung zur Prozessvorbereitung ist für Montag angesetzt; der Hauptprozess soll im März 2027 über vier Wochen dauern. Brown fordert Schadensersatz und argumentiert, die Regierung habe sie zu Unrecht daran gehindert, sich gegen öffentliche Kritik zu verteidigen.
Das Bundesgericht wird nun die nächsten Schritte in Browns Rechtsstreit überwachen. Sollte sie erfolgreich sein, könnte ihr Fall zu einer Entschädigung und einer offiziellen Feststellung führen, ob sie ungerechtfertigt am öffentlichen Statement gehindert wurde. Der Prozess 2027 wird ihre Behandlung während und nach dem Skandal detailliert aufarbeiten.
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