Messerangriff auf Zeugen Jehovas im Würzburger Bahnhof erschüttert Stadt
Keine Anzeichen von Psychose nach Messerattacke in Würzburg - Messerangriff auf Zeugen Jehovas im Würzburger Bahnhof erschüttert Stadt
Messattacke an Stand der Zeugen Jehovas im Würzburger Bahnhof: Zwei Männer leicht verletzt
Bei einem Messerangriff an einem Stand der Zeugen Jehovas im Würzburger Bahnhof sind zwei Männer leicht verletzt worden. Die Tat, die sich am Montag ereignete, wird als versuchter Mord untersucht. Drogen oder psychische Erkrankungen scheiden laut Behörden als Auslöser für die Attacke aus.
Der Vorfall spielte sich an einem Informationsstand der Zeugen Jehovas ab, einer Religionsgemeinschaft mit etwa 175.000 aktiven Mitgliedern in Deutschland. Die beiden Opfer erlitten Prellungen und Schnittverletzungen, jedoch keine Stich- oder Hiebwunden. Augenzeugen, darunter ein außer Dienst befindlicher Polizist, übermannen den Angreifer schnell und übergaben ihn den Behörden.
Der 28-jährige Tatverdächtige, ein afghanischer Staatsbürger, lebt seit 2023 mit einer vorläufigen Abschiebeaussetzung in Deutschland. Er ist bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten, und die Ermittler haben noch kein Motiv ermittelt. Unklar ist auch, ob der Angriff gezielt gegen die Zeugen Jehovas gerichtet war, da die Opfer dem Verdächtigen offenbar nicht bekannt waren.
Der Würzburger Bahnhof gilt seit Jahren als Brennpunkt für Kriminalität. Vor zweieinhalb Jahren wurde dort eine dauerhafte Videoüberwachung installiert. Dieser Vorfall folgt auf einen separaten, tödlichen Angriff in Hamburg im März 2023, als ein ehemaliges Mitglied der Gemeinde bei einem Treffen der Zeugen Jehovas sieben Menschen erschoss, bevor er sich selbst tötete. Der 35-jährige Hamburger Attentäter hatte Berichten zufolge seit 2019 mit psychischen Problemen gekämpft.
Im Würzburger Fall ermitteln die Behörden weiterhin wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung. Die Hintergründe des Verdächtigen und mögliche Motive werden weiter geprüft. Die beiden verletzten Männer wurden unterdessen medizinisch wegen ihrer leichten Verletzungen versorgt.
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