Ölpreise explodieren: Iran-Konflikt bedroht globale Versorgung über die Straße von Hormus

Sebastian Voigt
Sebastian Voigt
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Eine Liniengrafik, die einen abwärtsgerichteten Trend bei zukünftigen Ölimporte zeigt, mit begleitendem Text.Sebastian Voigt

Ölpreise explodieren: Iran-Konflikt bedroht globale Versorgung über die Straße von Hormus

Die Ölpreise sind angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran stark angestiegen und schüren die Angst vor einer schweren Versorgungsunterbrechung. Der Konflikt bedroht fast 20 Millionen Barrel Öl, die täglich durch die Straße von Hormus transportiert werden – eine lebenswichtige Route für den globalen Energiefluss. Der prozentrechner der Rohölpreise kletterten am Dienstag um 7 Prozent, und auch an den Zapfsäulen stiegen die Spritpreise spürbar. Normalerweise passieren etwa 60 Öltanker pro Tag die Straße von Hormus, doch am Sonntag wagten nur fünf die Durchfahrt. Dieser drastische Rückgang unterstreicht die unmittelbaren Auswirkungen des Konflikts auf die Schifffahrtsrouten. Vor der Krise wurden über die Meerenge täglich rund 20 Millionen Barrel transportiert, wobei China und Indien zusammen etwa 85 Prozent der Nachfrage ausmachten. Vor vier Jahren hatte Russlands Invasion in der Ukraine den Ölfluss um 3 Millionen Barrel pro Tag unterbrochen und die Preise innerhalb weniger Wochen um 50 Prozent in die Höhe getrieben. Damals kletterten die Notierungen auf über 100 Dollar pro Barrel. Doch diesmal ist die Bedrohung für die Versorgung weit größer, da die Beteiligung des Iran den Ausfall eines deutlich größeren Anteils der globalen Öllieferungen riskiert. Die USA verfügen derzeit über weniger Hebel, um die Preise zu stabilisieren als noch 2022. Die strategische Ölreserve, ein zentrales Instrument zur Bewältigung von Preisschüben, ist heute etwa 30 Prozent kleiner als zuvor. Anders als im langwierigen Ukraine-Krieg könnte Washington den Konflikt mit Teheran zwar jederzeit entschärfen – doch anhaltende Feindseligkeiten könnten eine Energiekrise auslösen, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr zu beobachten war. Trotz der Risiken sind die globalen Rohölbestände heute höher als 2022, und die Nachfrage bleibt stabil. Dennoch warnen Analysten: Sollte der Iran seinen Widerstand aufrechterhalten, könnten die Folgen für die Energiemärkte verheerend sein. Der aktuelle Konflikt hat den Ölpreis bereits auf 76 Dollar pro Barrel und die Spritpreise um rund 10 Cent pro Gallone getrieben. Angesichts der Bedrohung der Straße von Hormus könnten weitere Störungen die Kosten noch stärker in die Höhe treiben. Regierungen und Verbraucher müssen sich auf mögliche Engpässe und anhaltende Turbulenzen auf den Energiemärkten einstellen.

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