Wacker Chemie streicht 1.500 Jobs – doch die Polysilizium-Produktion läuft auf Hochtouren

Finn Wolf
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Ein aufgeschlagenes Buch mit den Worten 'Die gegenwärtige Industrielle Situation' darauf gegen einen schwarzen Hintergrund.Finn Wolf

Wacker Chemie streicht 1.500 Jobs – doch die Polysilizium-Produktion läuft auf Hochtouren

Wacker Chemie AG kündigt Einsparungen von 300 Millionen Euro an – 1.500 Stellen in Deutschland betroffen

Der Münchner Chemiekonzern Wacker Chemie AG hat Pläne bekannt gegeben, die Kosten um 300 Millionen Euro zu senken – darunter den Abbau von rund 1.500 Arbeitsplätzen an seinen deutschen Standorten. Die Maßnahme erfolgt parallel zur Ausweitung der Produktion von hochreinem Polysilizium, einem Schlüsselmaterial für Solarmodule und Halbleiter. Derzeit laufen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, um die Zukunft der Betriebsstrukturen zu gestalten.

In den vergangenen fünf Jahren hat Wacker die Produktion von hochreinem Polysilizium deutlich gesteigert. Die Ausstoßmenge stieg von etwa 60.000 Tonnen im Jahr 2021 auf über 100.000 Tonnen 2025 – getrieben durch Kapazitätserweiterungen in den Werken Nünchritz (Sachsen) und Burghausen (Bayern). Auch die globale Nachfrage nach dem Material ist stark gewachsen: Der Bedarf kletterte von rund 500.000 Tonnen auf über 900.000 Tonnen pro Jahr, vor allem aufgrund des Booms der Solarphotovoltaik.

Das Werk in Nünchritz gilt als einer der größten Arbeitgeber Sachsens mit über 1.500 Beschäftigten und ist der größte Chemieindustrie-Standort der Region. Hier werden vor allem Silikone und hochreines Polysilizium hergestellt, die unter anderem in der Automobilbranche, der Halbleiterindustrie und im Bausektor eingesetzt werden. Zudem ist das Werk ein wichtiger Ausbildungsstandort mit jährlich mehr als 80 Auszubildenden.

Trotz seiner Bedeutung wird der Standort Nünchritz nun im Rahmen der Sparstrategie überprüft. Ein Unternehmenssprecher bestätigte laufende Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern, wobei weitere Details von den Fortschritten dieser Gespräche abhängen. Erste Maßnahmen sollen bereits im ersten Quartal dieses Jahres greifen.

Wacker betreibt zudem eine Biotechnologie-Anlage in Halle (Sachsen-Anhalt) mit etwa 250 Mitarbeitern. Der Fokus der Umstrukturierung liegt jedoch offenbar auf den größeren Produktionsstandorten.

Die geplanten Stellenstreichungen und Kostensenkungen werden die deutschen Aktivitäten von Wacker grundlegend verändern. Angesichts der weiter wachsenden Nachfrage nach hochreinem Polysilizium muss das Unternehmen Effizienzsteigerungen mit den Erfordernissen der Belegschaft in Einklang bringen. Die Ergebnisse der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern werden die nächsten Schritte für Standorte wie Nünchritz bestimmen.

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