Wie ein 72-Jähriger seit 50 Jahren weltweit Weihnachtsbriefe beantwortet

Admin User
2 Min.
Der Einband des Buches "St. Nikolaus für November" zeigt Santa Claus und ein Kind.

72-Jähriger hält Tradition in Nikolausdorf am Leben - Wie ein 72-Jähriger seit 50 Jahren weltweit Weihnachtsbriefe beantwortet

Seit über 50 Jahren hält Hubert Weddehage eine geliebte Weihnachtstradition am Leben. Mit heute 72 Jahren leitet er das Nikolaus-Postamt im niedersächsischen Dorf Nikolausdorf, einem kleinen Ort in der Gemeinde Garrel. Jedes Jahr beantwortet sein Team aus Ehrenamtlichen Hunderte von Briefen, die von Kindern und Familien aus aller Welt eintreffen.

Weddehages Verbindung zum Postamt begann früh: Schon mit 17 Jahren trat er in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm die Aufgabe – der Beginn eines lebenslangen Engagements. Obwohl Nikolausdorf keinen offiziellen Postleitzahlbereich besitzt, zieht das dortige Nikolaus-Postamt Briefe aus der ganzen Welt an.

Noch vor Beginn der Adventszeit treffen etwa 500 Karten und Briefe im Dorf ein. Sobald die Vorweihnachtszeit startet, versammeln sich bis zu 20 Freiwillige abends, um Antworten zu verfassen. Die meisten Absender erhalten eine vorgedruckte Grußkarte, doch besonders herzliche Botschaften werden mit einer persönlichen Notiz bedacht.

Für Weddehage und sein Team ist die Arbeit weit mehr als eine Pflicht – sie ist eine Tradition. Sie sehen darin eine Möglichkeit, Freude zu verbreiten und dafür zu sorgen, dass jeder Brief vor Weihnachten eine Antwort erhält.

Das Nikolausdorfer Postamt funktioniert ausschließlich dank Engagierter wie Weddehage. Ihr Einsatz hält die Tradition Jahr für Jahr am Leben. Mit jeder Antwort bringen sie ein wenig vorweihnachtliche Stimmung zu den Briefschreibern – nah und fern.