Wie die Blackhawks mit 28 Playoff-Jahren NHL-Geschichte schrieben

Wie die Blackhawks mit 28 Playoff-Jahren NHL-Geschichte schrieben
TITEL: PORTRAIT: Die historische 28-jährige Playoff-Serie der Blackhawks
TEASER: Wie Chicago sich von einem Umbruch in den 1950ern zu einer 28-Saisons-Playoff-Serie und einer Ära der Dominanz im Chicago Stadium hocharbeitete
VERÖFFENTLICHUNGSDATUM: 12. Dezember 2025, 09:00 Uhr MEZ
Die Chicago Blackhawks haben in der Geschichte der NHL mit jahrzehntelangem Erfolg unauslöschliche Spuren hinterlassen. Zu ihren größten Leistungen zählen eine 28 Jahre andauernde Playoff-Teilnahme in Serie, mehrere Stanley-Cup-Siege sowie herausragende Einzelleistungen. Hinter einem Großteil dieses Erbes stand Tommy Ivan, der Trainer, der das Team in den 1950er- und 1960er-Jahren grundlegend veränderte.
1954 verpflichteten die Blackhawks Tommy Ivan, einen Trainer mit nachweisbaren Erfolgen. Er hatte die Detroit Red Wings zu drei Stanley-Cup-Siegen und sechs aufeinanderfolgenden ersten Plätzen in der Liga geführt. Seine Aufgabe bestand darin, Chicago neu aufzubauen – ein Team, das jahrelang gekämpft hatte, ohne nennenswerte Erfolge vorzuweisen.
Ivans Wirkung zeigte sich schnell. Innerhalb von nur fünf Jahren formte er die Blackhawks zu einem Titelanwärter. Er etablierte ein Farmteam-System, das zukünftige Hall-of-Fame-Spieler wie Stan Mikita, Bobby Hull und Pierre Pilote hervorbrachte. Durch kluge Transfers verpflichtete er erfahrene Spieler wie Glenn Hall, Ted Lindsay und Ed Litzenberger. 1961 durchbrachen die Blackhawks schließlich die 20-jährige Meisterschafts-Dominanz von Montreal, Toronto und Detroit und holten selbst den Stanley Cup.
Der Erfolg hielt auch lange über Ivans Ära hinaus an. Ab der Saison 1969/70 qualifizierten sich die Blackhawks 28 Mal in Folge für die Playoffs. In dieser Zeit erreichten sie 13 Mal den ersten Platz in der Division, fünfmal den zweiten, fünfmal den dritten und dreimal den vierten Rang. Diese Serie ist die zweitlängste ununterbrochene Playoff-Teilnahme in der Geschichte der NHL.
Auch einzelne Spieler schrieben in dieser Zeit Geschichte. In der Saison 1981/82 erzielte Verteidiger Doug Wilson 39 Tore – ein Teamrekord, der bis heute besteht. Grant Mulvey ging am 3. Februar 1982 in die Annalen ein, als er in einem einzigen Spiel fünf Tore schoss und Chicago damit zu einem 9:5-Sieg gegen St. Louis führte. Zudem egalisierte er mit sieben Punkten in einer Partie den Teamrekord von Max Bentley.
Weitere bemerkenswerte Leistungen umfassten Chris Chelios, der in der Saison 1995/96 als Verteidiger mit 72 Punkten bester Scorer des Teams wurde. Drei Spieler – Bobby Hull, Jeremy Roenick (zweimal) und Al Secord – erzielten jeweils 50 oder mehr Tore in einer Saison. Denis Savard stellte 1987/88 mit 131 Punkten die bis heute gültige Bestmarke der Franchise auf.
Zudem richteten die Blackhawks 1974 und 1991 All-Star-Spiele im Chicago Stadium aus, nachdem sie dies bereits 1948 und 1961 getan hatten.
Das Erbe der Blackhawks umfasst Jahrzehnte konsequenter Playoff-Teilnahmen, Meisterschaftserfolge und rekordverdächtiger Leistungen. Tommy Ivans Führung in den 1950er- und 1960er-Jahren legte den Grundstein für eine Ära des Erfolgs. Die Erfolge des Teams – von individuellen Meilensteinen bis hin zu langen Playoff-Serien – bleiben ein zentraler Bestandteil der NHL-Geschichte.
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