"Коммерсантъ" узнал о планах "Яндекса" продать портал "Авто.ру"

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Ein gelbes Auto auf der rechten Seite einer Werbung mit schwarzem Text in der Mitte.

"Коммерсантъ" узнал о планах "Яндекса" продать портал "Авто.ру"

Russlands größte Online-Plattform für Autoanzeigen, Auto.ru, könnte bald den Besitzer wechseln. Der zu Yandex gehörende Dienst steht seit Anfang 2025 im Mittelpunkt von Verkaufsgesprächen. Analysten schätzen seinen Wert auf bis zu 20 bis 25 Milliarden Rubel.

Die Verhandlungen fallen in eine Phase, in der der russische Neuwagenmarkt einen deutlichen Einbruch erlebt: Im ersten elf Monate des Jahres 2025 gingen die Verkäufe um 17,8 Prozent zurück.

Als potenzielle Käufer gelten unter anderem große Unternehmen wie Sber, die T-Bank und der Klassifizierungsriese Avito. Auch Yandex selbst sowie VK (ehemals Vkontakte) haben sich Berichten zufolge an den Gesprächen über die Zukunft von Auto.ru beteiligt. Stand Ende 2025 steht jedoch noch keine endgültige Entscheidung über einen Verkauf.

Der mögliche Verkaufszeitpunkt fällt mit den allgemeinen Schwierigkeiten der russischen Automobilbranche zusammen. Während die Neuwagenverkäufe stark rückläufig sind, verzeichnete der Gebrauchtwagenmarkt mit erfasster Laufleistung im selben Zeitraum ein leichtes Plus von 2,7 Prozent. Branchenexperten warnen, dass vor dem zweiten Quartal 2026 keine Erholung des Gesamtmarktes zu erwarten ist.

Der Druck, Auto.ru zu veräußern, könnte auf den zunehmenden Wettbewerb und die verschärften Marktbedingungen zurückzuführen sein. Als eine der meistbesuchten Autoplattformen des Landes könnte ein Besitzerwechsel die Art und Weise verändern, wie Russen Fahrzeuge online kaufen und verkaufen.

Sollte der Verkauf zustande kommen, wäre Auto.ru nur eines von mehreren Digitalunternehmen, die angesichts des wirtschaftlichen Drucks den Besitzer wechseln. Die Bewertung der Plattform spiegelt ihre starke Marktposition wider – selbst in einem ansonsten schwächelnden Automobilsektor. Ein Deal könnte den Wettbewerb unter Russlands Online-Kleinanzeigen und Finanzdienstleistern neu definieren.

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