Autobauer suchen Bündnis mit der Bahn gegen Chinas Rohstoff-Krise

Automobilhersteller fordern engeren Austausch mit China - Autobauer suchen Bündnis mit der Bahn gegen Chinas Rohstoff-Krise
Autobauer fordern engere Zusammenarbeit mit Deutsche Bahn
Autobauer fordern engere Zusammenarbeit mit Deutsche Bahn
- Dezember 2025, 11:05 Uhr
Die deutsche Automobilindustrie dringt auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Deutsche Bahn, da Exportbeschränkungen für wichtige Rohstoffe neue Herausforderungen schaffen. Die Branche, die bereits unter globalem Wettbewerbsdruck steht, warnt vor Lieferkettenstörungen, die Produktion und Innovation gefährden. Vor dem Hintergrund des anstehenden China-Besuchs von Außenminister Johann Wadephul (CDU) fordern Industrievertreter nun verstärkten Dialog, um den Zugang zu kritischen Ressourcen zu sichern.
Auslöser der Krise sind Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden und Halbleiter, die erstmals 2010 eingeführt und in den Folgejahren ausgeweitet wurden. Diese Restriktionen zielen auf strategische Industrien ab und erschweren es deutschen Automobilherstellern, essenzielle Komponenten für Elektrofahrzeuge und Spitzentechnologien zu beschaffen.
Trotz dieser Hürden bleibt der chinesische Markt für die deutschen Autobauer von zentraler Bedeutung – als wichtiger Absatzmarkt sind sie weiterhin stark von ihm abhängig. Gleichzeitig sehen sie sich mit zusätzlichen Hindernissen konfrontiert: EU-Importbeschränkungen und Pläne, die einen Mindestanteil europäischer Wertschöpfung in Fahrzeugen vorschreiben. Branchenvertreter warnen, dass solche Maßnahmen die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen könnten.
Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betonte die Notwendigkeit kontinuierlicher Gespräche mit Peking. Ohne stabile Lieferketten und faire Wettbewerbsregeln sei die Zukunft der Branche – insbesondere im Bereich der Elektromobilität – gefährdet, so Müller. Gleichzeitig plädierte sie für langfristige Lösungen, um die Abhängigkeit von chinesischen Importen zu verringern, ohne die Zusammenarbeit vollständig aufzugeben.
Auch die europäische Automobilindustrie teilt diese Bedenken. Zulieferer und Hersteller sehen sich zwischen den Handelskonflikten der USA mit China und Pekings verschärften Exportregeln eingeklemmt. Viele fürchten, dass anhaltende Unsicherheiten Investitionen verzögern und den Umstieg auf Elektrofahrzeuge bremsen könnten.
Der Vorstoß der deutschen Automobilbranche für eine engere Anbindung an China fällt mit Wadephuls diplomatischer Reise zusammen. Der Zugang zu Seltenen Erden und Halbleitern ist für die Produktion entscheidend, doch die Industrie lehnt protektionistische Maßnahmen ab, die die Kosten in die Höhe treiben könnten. Ihr Ziel bleibt es, die Zusammenarbeit mit China auszubalancieren und gleichzeitig die Verwundbarkeit der Lieferketten zu verringern.

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