31 May 2026, 22:35

Wiener Festwochen streichen Peter Thiel nach Künstlerprotesten vom Programm

Wien-Festival widerruft Einladung an Peter Thiel, einen der mächtigsten aus dem Silicon Valley, nach 'Antichrist'-Diskussionskontroverse

Wiener Festwochen streichen Peter Thiel nach Künstlerprotesten vom Programm

Wiener Festwochen ziehen Einladung an Milliardär Peter Thiel zurück

Das Kulturfestival Wiener Festwochen hat seine Einladung an den Milliardär Peter Thiel zurückgezogen. Dieser sollte am 7. Juni an einer Debatte über den „Antichristen“ mit dem Theologen Wolfgang Palaver teilnehmen. Die Entscheidung folgt massiver Kritik und dem Rückzug mehrerer Künstler:innen, die gegen Thiels Beteiligung protestierten.

Thiel, Mitgründer des Datenanalyseunternehmens Palantir, hätte moderne Deutungen des Antichristen erörtern sollen. Seine früheren Äußerungen, in denen er Figuren wie Greta Thunberg oder die Vereinten Nationen mit diesem Konzept in Verbindung brachte, hatten bereits für Aufsehen gesorgt. Festivalleiter Milo Rau hatte die Einladung zunächst verteidigt, räumte später jedoch ein, dass Thiels Teilnahme mit den künstlerischen Werten der Veranstaltung unvereinbar sei.

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Mehrere beteiligte Künstler:innen sagten aus Protest ihre Teilnahme ab. Rau gab zu, dass Thiels Mitwirkung dem Ruf und der Glaubwürdigkeit des Festivals geschadet hätte. Die Debatte war als hochkarätige Diskussion geplant gewesen, doch der Widerstand wuchs, als Thiels politische Verbindungen näher unter die Lupe genommen wurden.

Thiel gilt als einflussreicher Unterstützer von Donald Trump und fördert aktuell den Wahlkampf von JD Vance für das Amt des Vizepräsidenten. In Argentinien pflegt er enge Beziehungen zu Präsident Javier Milei, der ihn einst als „anarchokapitalistisch“ bezeichnete. Sein wachsender Einfluss im Land befeuerte die Ablehnung seines Festivalauftritts zusätzlich.

Mit dem Rückzug der Einladung wird Thiel nun nicht mehr bei der Veranstaltung auftreten. Die Organisator:innen haben noch keinen Ersatz für die Debatte bekannt gegeben. Die Entscheidung unterstreicht die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und dem Festivals Bekenntnis zu seinen künstlerischen Grundsätzen.

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