14 April 2026, 10:03

Warum immer mehr indische Studierende nach Russland ziehen – trotz Herausforderungen

Plakat mit Text, der besagt, dass Indien das größte Wachstum bei Studenten hatte, die in den USA studieren, zusammen mit einem Bild eines Gebäudes.

Warum immer mehr indische Studierende nach Russland ziehen – trotz Herausforderungen

Russland verzeichnet einen stetigen Anstieg indischer Studierender – allein 2025 stieg ihre Zahl um 35 Prozent. Mittlerweile studieren dort über 30.000 junge Inder:innen und bilden damit nach China die zweitgrößte Gruppe ausländischer Studierender. Dennoch wirbt Russland weniger als zwei Prozent aller indischen Studierenden im Ausland an.

Die meisten indischen Studierenden in Russland sind in medizinischen Studiengängen eingeschrieben, angelockt von den günstigen Studiengebühren und international anerkannten Abschlüssen. Doch es gibt weiterhin Herausforderungen: 2025 richteten sich mehr als die Hälfte der 350 Beschwerden indischer Studierender aus dem Ausland gegen russische Hochschulen. Auch Sprachbarrieren spielen eine Rolle – viele wünschen sich englischsprachige Lehrangebote, um ihr Studium zu erleichtern.

Der starke Zulauf lässt für die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg um 20 bis 30 Prozent erwarten. Doch der Wettbewerb ist hart, denn westliche Länder dominieren weiterhin das globale Rennen um indische Talente. Gleichzeitig könnten die Reformen der medizinischen Ausbildung in Indien russische Universitäten dazu zwingen, ihre Lehrpläne anzupassen, um mit den neuen Standards Schritt zu halten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für indische Studierende haben Praktikumsmöglichkeiten und klare Berufsperspektiven oberste Priorität, wenn sie sich für Russland entscheiden. Zwar wächst die Attraktivität des Landes, doch es muss die Sorgen der Studierenden ernst nehmen und sich auf die sich wandelnde Bildungspolitik Indiens einstellen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Russland seine Position als Studienziel weiter stärken kann.

Quelle