24 April 2026, 20:34

Walz plant Steuerreform in Minnesota: Mehr Entlastung für Familien und neue Abgaben

Plakat mit der Aufschrift "In jedem einzelnen Kongresswahlbezirk wurden mindestens 30% der berechtigten Schuldner vollständig für die Schuldenbefreiung genehmigt" mit einem Logo in der rechten unteren Ecke und mehreren Personen mit Hüten im Hintergrund.

Walz plant Steuerreform in Minnesota: Mehr Entlastung für Familien und neue Abgaben

Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat seine geplanten Änderungen am Steuerrecht des Bundesstaats vorgestellt. Der Entwurf umfasst erweiterte Steuergutschriften für Familien, neue Steuern auf Datensammlung und Schusswaffen sowie Anpassungen zur Angleichung an bundesweite Steuerregeln. Abgeordnete prüften die Vorschläge in einer ersten Anhörung, betonten jedoch, dass die Beratungen noch in einem frühen Stadium seien.

Ein zentraler Bestandteil von Walz' Plan ist die Ausweitung der Steuergutschrift für Kinderbetreuung und abhängige Angehörige. Derzeit kommen etwa 44.300 Familien für die Förderung infrage, doch die neuen Regeln würden die Berechtigung auf über 104.800 Haushalte ausdehnen. Die durchschnittliche Gutschrift würde auf rund 1.818 Dollar pro Familie steigen, mit Höchstbeträgen von 3.000 Dollar für ein Kind unter fünf Jahren, 6.000 Dollar für zwei oder mehr Kleinkinder, 1.500 Dollar für ein älteres Kind und 3.000 Dollar für mehrere ältere Kinder.

Die Vorschläge sehen zudem neue Steuern vor: Soziale Medien könnten mit Abgaben auf die Erhebung von Nutzerdaten belastet werden, während der Verkauf von Pistolen und Langwaffen einer Umsatzsteuer unterliegen soll. Darüber hinaus schlägt der Plan eine Senkung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes vor, erweitert aber gleichzeitig die Besteuerung auf weitere Dienstleistungen.

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Um die Steuergesetze Minnesotas an die bundesweiten Vorgaben anzupassen, passt Walz' Entwurf die Zinsschranken für Unternehmen an und weitet die Sofortabschreibung nach Section 179 aus. Zudem ist eine erhöhte Steuergutschrift für nachhaltigen Flugkraftstoff vorgesehen. Der Haushalt bleibt insgesamt ausgeglichen und sieht Rücklagen von 3,7 Milliarden Dollar für die aktuelle zweijährige Periode sowie 1,8 Milliarden Dollar für 2028–2029 vor.

Die Vorschläge wurden dem Steuerausschuss des Repräsentantenhauses zur Prüfung vorgelegt. Der gemeinsame Vorsitzende Greg Davids (Republikaner aus Preston) wies darauf hin, dass die Anhörung lediglich der erste Schritt in den Verhandlungen sei. Bevor Entscheidungen fallen, muss der Plan zunächst an den Ausschuss für Geschäftsordnung und Legislativverwaltung weitergeleitet werden.

Einige Interessensgruppen haben bereits Bedenken geäußert. Die Organisation Americans for Tax Reform kritisierte die geplante Steuer auf soziale Medien und argumentierte, sie könnte Unternehmen und Verbraucher zusätzlich belasten.

Walz' Steuerplan geht nun in weitere Ausschussberatungen. Bei einer Verabschiedung würden die Änderungen Steuergutschriften für Familien, Unternehmensbesteuerung und staatliche Einnahmequellen betreffen. Das endgültige Ergebnis hängt von den laufenden Verhandlungen zwischen Abgeordneten und Beteiligten ab.

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