Waldbrand-Opfer drohen Steuerfalle bei Entschädigungszahlungen – Kongress muss handeln
Charlotte RichterWaldbrand-Opfer drohen Steuerfalle bei Entschädigungszahlungen – Kongress muss handeln
Überlebende von Waldbränden in den USA sehen sich einer neuen finanziellen Bedrohung gegenüber: Steuern auf Entschädigungszahlungen
Tausende Haushalte, die von verheerenden Waldbränden betroffen sind, könnten einen erheblichen Teil ihrer Entschädigungssummen verlieren – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen. Denn ohne eine Gesetzesänderung werden die Ausgleichszahlungen als steuerpflichtiges Einkommen behandelt. Ein überparteilicher Gesetzentwurf im Kongress soll dies verhindern, doch sein Schicksal ist noch ungewiss.
Allein in Altadena, Kalifornien, haben über 2.800 Antragsteller Entschädigungen vom Versorgungsunternehmen Southern California Edison für den Eaton Fire beantragt. Viele haben bereits Vorauszahlungen erhalten – doch nun fürchten sie, einen großen Teil davon an den Fiskus abgeben zu müssen. Eine Hausbesitzerin aus Altadena schätzt, dass 37 Prozent ihrer 700.000-Dollar-Entschädigung durch Steuern verloren gehen könnten. Ähnliche Sorgen plagen die Bewohner Mauis, wo eine 4-Milliarden-Dollar-Einigung mit Hawaiian Electric noch aussteht. Doch mit nur etwa 180 der 2.200 zerstörten Häuser wiederaufgebaut, ist die Notwendigkeit voller Entschädigungen dringender denn je.
Hintergrund ist, dass defekte Versorgungsinfrastruktur mutmaßlich einige der tödlichsten Brände der letzten Jahre ausgelöst hat – mit der Folge von Milliardenentschädigungen. Für die Überlebenden sind diese Zahlungen überlebenswichtig. Doch wenn der Kongress nicht handelt, könnte das Geld, das ihnen beim Wiederaufbau helfen soll, dramatisch schrumpfen.
Ein überparteilicher Gesetzentwurf im Repräsentantenhaus, der Steuererleichterungen für Waldbrand-Entschädigungen verlängern soll, hat zwar den Ausschuss passiert. Doch ein Termin für die Abstimmung im Plenum steht noch nicht fest, und die Zustimmung des Senats ist ungewiss. Betroffene in Superior, Colorado, und anderen Regionen befürchten nun, dass besteuerte Zahlungen sie nicht nur finanziell belasten, sondern auch den Anspruch auf einkommensabhängige staatliche Leistungen kosten könnten – eine weitere Härte.
Das vorgeschlagene Gesetz würde die Überlebenden davor bewahren, dringend benötigte Mittel an den Staat abgeben zu müssen, und sicherstellen, dass sie die zugesagte volle Unterstützung erhalten. Ohne diese Regelung könnte es für viele Haushalte noch schwieriger werden, nach dem Verlust aller Habe wieder auf die Beine zu kommen oder umzuziehen. Nun hängt alles davon ab, ob der Kongress das Gesetz rechtzeitig verabschiedet – um denen zu helfen, die noch auf Gerechtigkeit warten.






