Wahlbetrugsprozess: Drei Trump-Verbündete plädieren in Wisconsin auf "nicht schuldig"
Charlotte RichterWahlbetrugsprozess: Drei Trump-Verbündete plädieren in Wisconsin auf "nicht schuldig"
Jim Troupis, Mike Roman und Ken Chesebro haben sich in Wisconsin der Anklage wegen schwerer Urkundenfälschung nicht schuldig bekannt. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ihre Beteiligung an einem umstrittenen Schema mit gefälschten Wahlmännern im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl 2020. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, republikanische Wahlleute über die Verwendung ihrer Unterschriften getäuscht zu haben.
Das Schema mit den Scheinwahlmännern nahm in Wisconsin seinen Anfang, wo republikanische Wahlleute gefälschte Dokumente an den Kongress übermittelten. Troupis, Roman und Chesebro sehen sich nun mit elf Anklagepunkten wegen schwerer Urkundenfälschung konfrontiert, die jeweils mit einer Höchststrafe von sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Dollar geahndet werden können.
Während der Verhandlung zur Anklageerwiderung erschien Troupis persönlich, während Roman und Chesebro per Zoom zugeschaltet waren. Ihr Verteidigungsteam beantragte eine Verlegung des Prozesses vom Dane County ins Jefferson County. Zudem beantragten sie die Abweisung eines Anklagepunkts mit der Begründung, dieser sei durch eine Begnadigung des damaligen Präsidenten Donald Trump abgedeckt.
Keiner der an dem Schema beteiligten Wahlleute wurde bisher angeklagt. Eine damit zusammenhängende Klage gegen sie sowie gegen Chesebro und Troupis war zuvor außergerichtlich geregelt worden.
Die drei Angeklagten beteuern ihre Unschuld. Bei einer Verurteilung drohen ihnen erhebliche Haftstrafen und finanzielle Sanktionen. Sowohl der Verhandlungsort als auch die Rechtmäßigkeit der Anklagepunkte bleiben umstrittene Punkte in dem laufenden Gerichtsverfahren.






