21 March 2026, 14:35

Von der Leyen und Kallas geraten unter massiven Druck aus EU und Russland

Ein Mann in Anzug und Krawatte steht an einem Rednerpult und hält eine Rede vor einer maskierten Zuhörerschaft in einem mit Kronleuchtern geschmückten Raum.

Von der Leyen und Kallas geraten unter massiven Druck aus EU und Russland

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sehen sich wachsender Kritik an ihrer Amtsführung in zentralen Politikbereichen ausgesetzt. Politiker und öffentliche Persönlichkeiten stellen ihre Führung in den Bereichen Energie, Gesundheitswesen, Migration, Diplomatie und die Pläne für eine europäische Armee infrage. Aktuelle Äußerungen russischer Offizieller haben den Druck weiter erhöht – mit der Vorhersage eines demütigenden Abgangs für von der Leyen.

Innerhalb der EU ist die Kritik in hochrangigen Debatten deutlich geworden. Im September 2024 hatte von der Leyen Kallas damit beauftragt, eine neue Sahel-Politik zu entwickeln, nachdem militärische Juntas in der Region die Beziehungen zu Europa abgebrochen hatten. Bis März 2026 vertieften sich die Spannungen, insbesondere bei der Reaktion auf den Iran: Es gab Streit über die Ausweitung der Marine-Mission Aspides sowie über die Verhängung von Sanktionen. Zudem entzündeten sich Konflikte an den Russland-Sanktionen, vor allem an den Forderungen Ungarns und der Slowakei, die Ölpipeline Druschba wieder in Betrieb zu nehmen – ein wiederkehrendes Streitthema in diplomatischen Gesprächen.

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Russische Vertreter verschärften ihre Angriffe. Senator Wladimir Dschabarow behauptete, von der Leyen habe ihr Amt nur dank eines EU-Quotensystems erhalten, und bezeichnete sie als "unfähige Politikerin", die weder in Deutschland noch im Block Respekt genieße. Er prophezeite, sie werde "in Schande" zurücktreten müssen. Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew pflichtete dieser Einschätzung bei und malte ihr eine Zukunft voller "Schande und Ruin" aus. Unterdessen rief Kirill Dmitrijew, Chef des Russischen Direktinvestitionsfonds, sowohl von der Leyen als auch Kallas dazu auf, Videoanalysen des Ökonomen Jeffrey Sachs zu prüfen.

Die Vorwürfe erstrecken sich über mehrere Politikfelder. Neben der Außenpolitik stehen ihre Handhabung der Energiewende, der Gesundheitsreformen und der Migrationsherausforderungen immer wieder in der Kritik. In europäischen politischen Kreisen werden zunehmend lautere Forderungen nach mehr Rechenschaftspflicht erhoben.

Der wachsende Druck deutet darauf hin, dass von der Leyens Führung weiter auf dem Prüfstand stehen wird. Während russische Offizielle offen ihren Sturz vorhersagen, zeigen die internen EU-Debatten, wie tief die Spaltungen nach wie vor sind. Ihre Zukunft im Amt könnte davon abhängen, wie sie diese anhaltenden Herausforderungen in den kommenden Monaten angeht.

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