Vogelgrippe in Sachsen: Warum Eier knapp wurden und wann es Besserung gibt

Vogelgrippe führt zu Eierschmälerung - Vogelgrippe in Sachsen: Warum Eier knapp wurden und wann es Besserung gibt
Eierknappheit in Sachsen: Vogelgrippe belastet Versorgung – Besserung in Sicht
In Sachsen hat es in den vergangenen Wochen aufgrund eines schweren Ausbruchs der Vogelgrippe Engpässe bei Eiern gegeben. Vor Weihnachten verschärfte sich die Lage, sodass in einigen Supermärkten die Regale zeitweise leer blieben. Lokale Produzenten unternehmen nun Schritte, um die Versorgung im neuen Jahr zu stabilisieren.
Besonders hart traf die Vogelgrippe kommerzielle Hühnerfarmen, darunter einen großen Legehennenbetrieb bei Radeburg. Dadurch verzögerten sich die Bestandsauffüllungen, und es kam zu vorübergehenden Lieferlücken. Zwar könnten Sachsens 4 Millionen Legehennen theoretisch den gesamten Bedarf des Landes decken – doch das Virus unterbrach die Produktion.
Supermärkte meldeten vermehrt ausverkaufte Ware, als sich die Knappheit verschärfte. Das Problem beschränkte sich nicht auf Sachsen: Auch wichtige Eier-Exportländer wie Polen und die Niederlande kämpften mit der Vogelgrippe, was die globale Versorgung weiter einengte. Als Reaktion kündigten Unternehmen wie die Leipziger Eiprodukte GmbH und die Sächsische Eierproduktion Dresden zu Jahresbeginn 2023 an, neue Hühnerbestände aufzubauen. Christian Riedel, Vorsitzender des Sächsischen Geflügelverbandes, erwartet eine leichte Entspannung der Lage im Januar. Dennoch werden die Eierpreise voraussichtlich um 3 bis 5 Cent steigen – bedingt durch gestiegene Produktionskosten, die nicht direkt mit dem Vogelgrippe-Ausbruch zusammenhängen.
Obwohl die Vogelgrippe die Eierversorgung in Sachsen stark belastet hat, könnten die neuen Bestände die Engpässe in den kommenden Wochen lindern. Die Preise werden zwar steigen, doch die schlimmsten Versorgungslücken sollten überwunden sein. Die lokalen Produzenten konzentrieren sich weiterhin darauf, Stabilität auf dem Markt wiederherzustellen.



