Venezolaner nach US-Abschiebung in El Salvadors Hölle-Gefängnis CECOT verschleppt
Finn WolfVenezolaner nach US-Abschiebung in El Salvadors Hölle-Gefängnis CECOT verschleppt
Ein venezolanischer Mann, Neiyever Adrián Leon Rengel, wurde im März 2025 in Texas festgenommen und später in das berüchtigte CECOT-Gefängnis in El Salvador ausgeflogen. Seine Familie verlor wochenlang den Kontakt zu ihm, während er mutmaßlichen Misshandlungen und harten Haftbedingungen ausgesetzt war, bevor er im Juli schließlich freigelassen wurde.
Leon Rengel war erstmals im Juni 2023 in die USA eingereist und wartete auf eine Anhörung vor dem Einwanderungsgericht, als er am 13. März 2025 verhaftet wurde. Trotz vorliegender Unterlagen für sein laufendes Verfahren und eines anhängigen Antrags auf den temporären geschützten Status (Temporary Protected Status) ignorierten Beamte der Einwanderungsbehörde ICE seine Papiere.
Er wurde daraufhin im Rahmen eines 6-Millionen-Dollar-Abkommens zwischen der Regierung unter Donald Trump und El Salvador aus den USA abgeschoben. Diese Vereinbarung ermöglichte es El Salvador, von den USA abgeschobene Personen aufzunehmen – darunter viele venezolanische Migranten. Nach seiner Ankunft in CECOT, einem Mega-Gefängnis, das für extreme Misshandlungen bekannt ist, berichtete Leon Rengel, er habe miterlebt, wie Wärter Gefangene schlugen und sie Treppen hinabstießen. Zudem sei ihm medizinische Versorgung verweigert und der Kontakt zur Familie untersagt worden.
Seine Angehörigen hatten große Schwierigkeiten, ihn ausfindig zu machen, und erhielten von den Behörden widersprüchliche Auskünfte. Nach monatelanger Haft wurde er am 18. Juli im Rahmen eines Gefangenaustauschs freigelassen und nach Venezuela zurückgeschickt.
Leon Rengels Fall wirft ein Licht auf die Bedingungen, denen Migranten im Zuge des US-salvadorianischen Abkommens ausgesetzt sind. Seine Freilassung erfolgte zwar durch einen Gefangenaustausch, doch das übergeordnete Abkommen bleibt weiterhin in Kraft. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren weiterhin Missstände in CECOT, wo zahlreiche andere Inhaftierte weiterhin festgehalten werden.






