17 June 2026, 19:41

US-Zwischenwahlen: Demokraten hoffen auf Senatssieg trotz republikanischer Wahlkreisvorteile

Gerrymanders, Richter und ein Alley-oop: Ein Blick auf den Kampf um die Kontrolle des Kongresses in der Zwischenwahl

US-Zwischenwahlen: Demokraten hoffen auf Senatssieg trotz republikanischer Wahlkreisvorteile

Die politische Landschaft vor den US-Zwischenwahlen bleibt ungewiss. Die Republikaner haben zwar bei der Neuaufteilung der Wahlkreise an Boden gewonnen, riskieren aber dennoch, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu verlieren. Die Demokraten hingegen sehen ihre Chancen im Rennen um den Senat steigen, obwohl sie einen harten Kampf um die Kontrolle führen müssen.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte einen zentralen Teil des bundesweiten Wahlrechtsgesetzes abgeschwächt. Dadurch konnten mehrere Südstaaten die Wahlkreise so neu ziehen, dass dies den Republikanern zugutekam. Im Mai lehnte auch der Oberste Gerichtshof von Virginia in einer knappen 4:3-Entscheidung die neue Kongresskarte des Bundesstaates ab.

Die Republikaner führen derzeit landesweit bei der Neuaufteilung der Wahlkreise. Dennoch ist ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus alles andere als gesichert. Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten gute Aussichten haben, im November drei Sitze zu gewinnen und damit die Kammer zu übernehmen.

Im Senat müssen die Demokraten vier Sitze erobern, um eine Mehrheit zu erreichen. Nur etwa zehn Rennen gelten als wirklich umkämpft. In Maine bleibt der Ausgang ungewiss: Die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins sieht sich einer starken Herausforderung gegenüber.

Die Aussichten der Demokraten haben sich in den letzten Monaten verbessert. Die Partei hat starke Kandidaten in traditionell republikanisch geprägten Bundesstaaten wie Alaska, Ohio und Iowa aufgestellt. In Texas tritt der Staats senator James Talarico gegen Generalstaatsanwalt Ken Paxton an, einen Republikaner mit bekannten Schwächen. Zudem könnten die niedrigen Zustimmungswerte des früheren Präsidenten Trump den Demokraten helfen, da Zwischenwahlen oft gegen die regierende Partei ausfallen.

Die Republikaner haben zwar Vorteile bei der Wahlkreisneueinteilung, könnten aber dennoch das Repräsentantenhaus verlieren. Die Demokraten haben realistische Chancen, die Kontrolle über den Senat zu übernehmen, wenn sie die entscheidenden Rennen für sich entscheiden. Das Ergebnis wird von einer Handvoll hart umkämpfter Wahlen im ganzen Land abhängen.

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