18 June 2026, 23:00

Falschgeld-Drucker und Waffe: Inder nach jahrelanger U-Haft verurteilt

Gerichtshof in Thane entlässt Fälschungswährungsverdächtigen nach fast 8 Jahren Haft nach Geständnis

Falschgeld-Drucker und Waffe: Inder nach jahrelanger U-Haft verurteilt

Das Sessionsgericht von Thane hat Ashish Shivkumar Sharma wegen des Betriebs einer Falschgeldwerkstatt und des illegalen Besitzes einer Schusswaffe verurteilt. Die Polizei hatte die kriminellen Machenschaften 2018 in seiner Wohnung im Stadtteil Mumbra aufgedeckt. Sharma befand sich seitdem durchgehend in Untersuchungshaft – ohne familiäre Unterstützung oder Bewilligung einer Kaution während des Prozesses.

Bei einer Razzia in Sharmas Wohnung stießen die Beamten der Mumbra-Polizei 2018 auf eine vollständige Produktionseinrichtung für Falschgeld. Dazu gehörten ein Canon-Scanner-Drucker, Scheren, Stifte sowie gefälschte Banknoten im Gesamtwert von 109.650 Rupien. Zudem fanden sie eine selbstgefertigte Schusswaffe mit scharfer Munition. Sharma soll als Hauptverantwortlicher des illegalen Netzwerks agiert haben.

Das Gericht sprach ihn nach dem indischen Strafgesetzbuch (Indian Penal Code), dem Waffengesetz (Arms Act) und dem Polizeigesetz des Bundesstaates Maharashtra (Maharashtra Police Act) schuldig. Während des Verfahrens bekannte sich Sharma schuldig und bat um die mildeste mögliche Strafe. Er berief sich auf gesundheitliche Probleme, darunter Diabetes, Bluthochdruck und Kniebeschwerden. Sein Verteidiger argumentierte zudem, es handele sich um Sharmas erste Straftat und er habe bereits eine lange Haftzeit verbüßt.

Der Richter berücksichtigte Sharmas Geständnis, die bereits verbüßte Untersuchungshaft sowie seine fehlende Vorstrafe. Das Gericht ordnete seine sofortige Freilassung nach der Urteilsverkündung an. Der Prozess gegen seinen mutmaßlichen Komplizen, Mohd. Ismail Yasin Siddhiqui, wird separat fortgeführt.

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