10 June 2026, 07:01

US-Repräsentantenhaus beschließt umstrittenes 70-Milliarden-Migrationsgesetz entlang der Parteigrenzen

Repräsentantenhaus verabschiedet den $70 Milliarden-Immigrationsplan der Republikaner

US-Repräsentantenhaus beschließt umstrittenes 70-Milliarden-Migrationsgesetz entlang der Parteigrenzen

Das US-Repräsentantenhaus hat in einer knappen Abstimmung entlang der Parteigrenzen ein 70-Milliarden-Dollar-Gesetz zur Migrationskontrolle verabschiedet. Der allein von den Republikanern unterstützte Entwurf sichert die Finanzierung zentraler Behörden bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Trump. Die Demokraten stimmten geschlossen dagegen und kritisierten die Durchsetzungsmethoden sowie das Fehlen eines überparteilichen Kompromisses.

Der Streit eskalierte im Februar, nachdem Bundesmigrationsbeamte in Minneapolis zwei US-Bürger tödlich erschossen hatten. Die Demokraten forderten strengere Kontrollen der Vollzugspraxis, doch die Republikaner lehnten solche Regelungen ab. Stattdessen sieht das Gesetz einen 1,8-Milliarden-Dollar-Fonds für Entschädigungsansprüche von Bürgern vor, die sich durch staatliches Fehlverhalten benachteiligt fühlen.

Haussprecher Mike Johnson sah sich zunächst mit Widerstand konservativer Republikaner konfrontiert, die ihre Unterstützung verweigerten. Ihm gelang es jedoch, die Abweichler hinter sich zu bringen und eine Rebellion in den eigenen Reihen abzuwenden. Um das Gesetz durchzubringen, nutzten die Republikaner ein parlamentarisches Verfahren namens Budgetversöhnung (reconciliation), das den regulären Haushaltsprozess umging.

Die Abstimmung endete mit 214 zu 212 Stimmen – alle Demokraten lehnten den Entwurf ab. Die Verabschiedung des Gesetzes gilt als wichtiger Erfolg für die republikanische Führung, da sie die weitere Finanzierung der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) sowie des Zoll- und Grenzschutzes (CBP) sichert.

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Das Gesetz geht nun ohne demokratische Unterstützung in die nächste Phase. Es bewahrt die bestehenden Finanzierungsstrukturen, lehnt aber Forderungen nach neuen Einschränkungen bei der Migrationskontrolle ab. Das Ergebnis unterstreicht die tiefe Spaltung zwischen den Parteien in Fragen der Grenzsecurity und der Verantwortlichkeit der Behörden.

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