US-Militär tötet drei mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik bei umstrittenem Angriff
Charlotte RichterUS-Militär tötet drei mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik bei umstrittenem Angriff
Die US-Streitkräfte haben erneut einen tödlichen Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmugglerboot im östlichen Pazifik durchgeführt. Drei Männer kamen bei der Operation ums Leben, die Teil einer anhaltenden Großoffensive gegen den Drogenhandel in der Region ist. Beamte bezeichneten die Getöteten als „Narco-Terroristen“ und veröffentlichten Aufnahmen, die die Explosion des Bootes zeigen.
Der Angriff erfolgte im Rahmen der Operation Southern Spear, die Anfang September gestartet wurde. Diese Initiative zielt auf Drogenschmuggelrouten in der Karibik und im östlichen Pazifik ab. Seit Beginn der Operation wurden bei ähnlichen Angriffen nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mehr als 200 Menschen getötet.
Erst vergangenen Freitag hatte ein weiterer Angriff drei Todesopfer gefordert. Das US-Southern Command kündigte die jüngste Operation auf X an, nannte jedoch keinen genauen Ort. Das Boot war auf Routen unterwegs, die häufig für Schmuggelaktivitäten genutzt werden, was den Verdacht auf Drogenhandel verstärkte.
Rechtsexperten und Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Angriffe scharf. Sie warnen, dass solche Aktionen gegen das Völkerrecht verstoßen und als außergerichtliche Hinrichtungen gewertet werden könnten. Unterdessen stellt der damalige US-Präsident Donald Trump die Kampagne als Krieg gegen lateinamerikanische Drogenkartelle dar.
Die US-Streitkräfte setzen ihre Offensive gegen mutmaßliche Schmuggler in der Region fort. Aufnahmen des jüngsten Angriffs zeigen, wie das Boot durch eine Explosion zerstört wird. Die Behörden haben bisher keine weiteren Details zu den Identitäten der Getöteten oder dem Ausgang der Operation veröffentlicht.






