20 June 2026, 18:27

US-Justizministerium verklagt New York wegen gescheiterter Pflege-Reform unter Hochul

Hochuls 11 Milliarden Bid-Rigging-Skandal ist das, wie Medicaid in New York funktioniert

US-Justizministerium verklagt New York wegen gescheiterter Pflege-Reform unter Hochul

Das US-Justizministerium hat rechtliche Schritte gegen das Reformprogramm für Pflegehilfskräfte der Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, eingeleitet. Die im Jahr 2024 eingereichte Klage stellt die Handhabung des Programms infrage und wirft ihm vor, die versprochenen Einsparungen nicht erbracht zu haben. Es handelt sich um einen von sechs bisherigen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Reform.

Im Jahr 2015 lockerten die Abgeordneten in New York die Vorschriften für das Consumer Directed Personal Assistance Program (CDPAP). Diese Änderung führte zu einem deutlichen Anstieg der Teilnehmerzahlen, die sich nahezu verdoppelten. Parallel zur Expansion stiegen auch die Kosten des Programms, das mittlerweile fast 240.000 Pflegehilfskräfte abdeckt, stark an.

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Auch die Zahl der Unternehmen, die die Gehaltsabrechnungen für das CDPAP verwalten, wuchs rasant – von nur sieben auf 700. Mit diesem Anstieg ging eine Zunahme betrügerischer Aktivitäten innerhalb des Systems einher. Die Medicaid-Ausgaben in New York sind in diesem Jahr auf 124 Milliarden Dollar angestiegen, nach 46 Milliarden im Jahr 2013.

Die Klage wirft dem Gesundheitskommissar James McDonald und dem Medicaid-Direktor Amir Bassiri vor, das Vergabeverfahren manipuliert zu haben. Ihnen wird zur Last gelegt, die Firma Public Partnership LLC bei der Vergabe eines Gehaltsabrechnungsvertrags bevorzugt zu haben. Das Unternehmen war zuvor bereits in ähnlichen Vorhaben in Pennsylvania und New Jersey gescheitert, bevor es in New York in Schwierigkeiten geriet.

Unter Hochuls Reformen blieben die erwarteten jährlichen Einsparungen von 500 Millionen Dollar aus. Stattdessen deuten die Änderungen darauf hin, dass die Kosten weiter steigen könnten. Zudem haben sich die Bemühungen gegen Betrug im Bundesstaat seit Amtsantritt von Generalstaatsanwältin Letitia James abgeschwächt: Die Anzahl der Ermittlungen ging um 45 Prozent zurück, die Rückerstattung betrügerisch erwirtschafteter Gelder sank sogar um 80 Prozent.

Der Fall des Justizministeriums unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der finanziellen Verwaltung und Aufsicht des CDPAP. Das Budget des Programms beläuft sich mittlerweile auf 11 Milliarden Dollar, während seine Zukunft zunehmend infrage steht. Die Klage verstärkt den wachsenden rechtlichen und finanziellen Druck auf das Pflegehilfesystem in New York.

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