Chicagos Spielautomaten-Streit eskaliert: Casino droht mit Klagen gegen Stadtpolitik
Finn WolfChicagos Spielautomaten-Streit eskaliert: Casino droht mit Klagen gegen Stadtpolitik
Die Debatte über Spielautomaten in Chicago hat sich verschärft, nachdem das Bally’s Casino mit rechtlichen Schritten gedroht hat. Der Stadtrat lehnte kürzlich ein geplantes Verbot von Gewinnspielautomaten ab, doch die Diskussionen über deren Legalität und wirtschaftliche Auswirkungen gehen weiter.
Der Chicagoer Stadtrat Anthony Beale setzte sich für ein Verbot der Gewinnspielautomaten ein und schätzt, dass derzeit etwa 7.000 dieser Geräte in der Stadt in Betrieb sind. Er argumentiert, dass diese Maschinen nach Landesrecht und Gerichtsurteilen illegal seien. Beale schlug zudem vor, dass ein Verbot die Betreiber dazu bewegen könnte, auf legale Spielterminals umzusteigen, was die Steuereinnahmen der Stadt erhöhen würde.
Stadtrat Jason C. Ervin widersprach Beales Position und bezeichnete die Gewinnspielautomaten als „Unterhaltungsgeräte“. Er bestehe darauf, dass sie reguliert und besteuert werden könnten. Der Stadtrat hatte zuvor ein Verbot von Videospielterminals aufgehoben, da der Haushalt von etwa 6,8 Millionen Dollar aus diesen Einnahmen abhängt.
Das Bally’s Casino, das bald in Chicago eröffnet, zahlt der Stadt jährlich rund vier Millionen Dollar. Christopher Jewett, der Chief Development Officer des Casinos, warnte, dass die Genehmigung neuer Terminals die Stadt Hunderte Millionen kosten könnte. Das Casino hat mit rechtlichen Schritten gedroht, falls die Stadt weitere Spielterminals zulässt.
Der Stadtrat stimmte mit 15 zu 33 Stimmen gegen die Wiedereinführung eines Verbots für Gewinnspielautomaten. Bally’s bleibt gegen zusätzliche Terminals und verweist auf finanzielle und rechtliche Risiken. Die Einnahmen der Stadt aus den bestehenden Spielterminals bleiben ein zentraler Punkt in der anhaltenden Kontroverse.






