US-Gericht stoppt Abweisung der Klage gegen Massenstreichung von Studentenvisa 2025
Charlotte RichterUS-Gericht stoppt Abweisung der Klage gegen Massenstreichung von Studentenvisa 2025
Ein Bundesgericht in Massachusetts hat einen Versuch der US-Regierung blockiert, eine Klage gegen die massenhafte Streichung von Studentenvisa im Frühjahr 2025 abzuweisen. Richterin Patti Saris entschied, dass die Kläger – darunter internationale Studierende und Bildungsorganisationen – das Recht haben, die umstrittene Praxis vor Gericht anzufechten. Die Entscheidung hält damit eine juristische Auseinandersetzung über die Visastreichungen am Leben, die im vergangenen Jahr für erhebliche Verwerfungen sorgten.
Im Mittelpunkt der Klage steht die Regierungspraxis, SEVIS-Einträge und Studentenvisa pauschal zu streichen, oft allein aufgrund von Eintragungen in Strafregisterdatenbanken und ohne individuelle Prüfung. Allein in Massachusetts studieren über 80.000 internationale Studierende, weshalb der Bundesstaat besonders anfällig für solche politischen Wechsel ist. Das Gericht wies die Argumentation zurück, der Fall sei gegenstandslos geworden, und betonte, dass die Wiederaktivierung einiger SEVIS-Datensätze das Kernproblem der rechtswidrigen Streichungen nicht löse.
Die Anwälte der Studierenden und Bildungseinrichtungen begrüßten das Urteil als entscheidenden Schritt hin zu mehr Verantwortung. Miriam Feldblum, Geschäftsführerin der Presidents' Alliance, bezeichnete die Entscheidung als einen "wichtigen Schritt", um sicherzustellen, dass Behörden rechtmäßige Verfahren einhalten. Auch Rob McCarron, Präsident der Association of Independent Colleges and Universities in Massachusetts (AICUM), lobte das Urteil und unterstrich die Notwendigkeit rechtmäßiger Abläufe im SEVIS-Programm.
Der Fall ist Teil einer Reihe von Klagen gegen die Einwanderungspolitik der Trump-Administration, die gezielt internationale Studierende betraf. Aktuelle Daten des Außenministeriums zeigen einen Rückgang der Studienvisa-Vergaben um 36 Prozent im letzten Sommer – eine Entwicklung, die mit politischer Instabilität, eingefrorenen Visagesprächen und Massenstreichungen in Verbindung gebracht wird. Die Kläger argumentieren, dass solche Maßnahmen unnötiges Chaos für Studierende und Hochschulen verursacht hätten.
Die Gerichtsentscheidung bedeutet, dass das Verfahren fortgesetzt wird und die Visa-Streichungspraxis der Regierung weiter untersucht werden kann. Da keine offiziellen Zahlen über die betroffenen Studierenden vorliegen, sichert das Urteil die Fortführung des Rechtsstreits über die Massenlöschungen von 2025. Das Ergebnis könnte künftige Politiken zu Studentenvisa und Migrationskontrollen prägen.






