26 March 2026, 16:04

Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel vor Rekordschülerjahrgang

Eine Menschenmenge mit Fahnen und Schildern steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit einer Fahne auf der rechten Seite und bewölktem Himmel.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel vor Rekordschülerjahrgang

Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – und das kurz vor Beginn des neuen Schuljahres. Bei Rekordschülerzahlen und drastischen Haushaltskürzungen kann das Land nicht einmal den vollen Unterricht in den Kernfächern garantieren. Bildungsminister Gordon Hoffmann (parteilos) räumte ein, dass die Personaldecke bei Weitem nicht ausreichen werde.

Die Krise begann bereits vor Hoffmanns Amtsantritt im Ressort, das zuvor von der SPD geführt wurde. Schon das aktuelle Schuljahr startete mit zu wenig Lehrkräften, doch die Haushaltsplanung für 2025 verschärft die Lage weiter: Der Wegfall von 345 Vollzeitstellen macht es Schulen unmöglich, Lücken zu schließen – selbst bei Quereinsteigern.

Die meisten Lehrkräfte müssen nun eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten, was die Belastung weiter erhöht. Gegen die Kürzungen gibt es bereits Proteste, während der Bedarf an Vertretungslehrkräften seit 2015 um 60 Prozent gestiegen ist. Jährlich scheiden 6,5 bis 7,5 Prozent der Belegschaft aus, sodass immer weniger Mitarbeiter immer mehr Aufgaben stemmen müssen.

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Hoffmann hat zwar Reformen angekündigt, um Lese- und Rechenkompetenz zu stärken. Doch bei 14.000 benötigten Lehrkräften und nur 250 geplanten Neueinstellungen wird sich die Lücke weiter vergrößern. Im kommenden Jahr erwartet Brandenburg den größten Schülerjahrgang seiner Geschichte – doch in den Klassenzimmern wird es weniger Pädagogen geben als je zuvor.

Die Kürzungen führen dazu, dass Schulen 2025 den vollen Lehrplan nicht mehr umsetzen können. Zwar übernehmen Lehrkräfte zusätzliche Stunden, doch die Personalengpässe bleiben. Ohne schnelle Kurskorrektur wird das Bildungssystem Brandenburgs selbst grundlegende Anforderungen kaum noch erfüllen können.

Quelle