US-Diplomat besucht Karibik nach tödlichem Bandenangriff in Haiti
Der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau besucht diese Woche die Karibik, um über Sicherheitsfragen und wirtschaftliche Beziehungen zu sprechen. Seine Reise erfolgt nach einem tödlichen Bandenangriff in Haiti, bei dem drei Polizisten und ein Zivilist getötet wurden. Die Gespräche werden sich auf regionale Stabilität, Drogenhandel und den Handel zwischen den Ländern konzentrieren.
Landau begann seinen Besuch in Haiti, wo er mit Ministerpräsident Alix Didier Fils-Aimé sowie Vertretern der nationalen Polizei zusammenkam. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der Sicherheit angesichts der anhaltenden Gewalt durch Banden. Zudem führte er Gespräche mit einer von den Vereinten Nationen unterstützten Einheit zur Bekämpfung von Bandenkriminalität, die im Land operiert.
Die Gewalt in Haiti hat sich in den letzten Monaten verschärft. In der Region Artibonite wird der Bande Gran Grif vorgeworfen, im vergangenen Jahr Dutzende Menschen getötet zu haben. Erst letzte Woche starben drei Polizisten und ein Zivilist bei einem Einsatz gegen bewaffnete Gruppen. Die haitianische Nationalpolizei reagierte mit der Entsendung von Verstärkung in die betroffene Region.
Am Samstag wird Landau in die Dominikanische Republik weiterreisen, um weitere Gespräche zu führen. Präsident Luis Abinader hat bereits US-Operationen in eingeschränkten Gebieten zur Bekämpfung des Drogenhandels genehmigt. Beide Seiten werden über wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheitsherausforderungen und gemeinsame regionale Prioritäten beraten.
Die Dominikanische Republik hat sich zu einem wichtigen Verbündeten der USA in der Karibik entwickelt. Landau betonte, dass „Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in Haiti im Interesse beider Nationen“ liegen.
Ziel der Treffen ist es, die Beziehungen zwischen den USA, Haiti und der Dominikanischen Republik zu festigen. Sicherheitsfragen, insbesondere Bandengewalt und Drogenhandel, bleiben ein zentraler Schwerpunkt. Beide Länder werden voraussichtlich weiterhin in wirtschaftlichen und polizeilichen Belangen zusammenarbeiten.






