16 April 2026, 19:01

US-Demokraten fordern härteres Vorgehen gegen Insiderhandel auf Prognosemärkten

Schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Prognostizieren vs. Vorhersagen: Vorhersagen bezieht sich auf Sicherheit, und Prognostizieren bezieht sich auf die Wertschätzung von Unsicherheit."

US-Demokraten fordern härteres Vorgehen gegen Insiderhandel auf Prognosemärkten

Über 40 demokratische Abgeordnete haben US-Regulierungsbehörden aufgefordert, sich mit Bedenken hinsichtlich Insiderhandels auf Prognosemärkten auseinanderzusetzen. In einem Schreiben an die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und das Office of Government Ethics wiesen sie auf verdächtige Transaktionen im Zusammenhang mit politischen und geopolitischen Ereignissen hin. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Nutzung von Plattformen wie Polymarket und Kalshi durch Bundesangestellte.

In dem Brief der Abgeordneten wurden mehrere fragwürdige Wetten genannt, darunter Spekulationen auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und die Dauer einer Pressekonferenz von Karoline Leavitt, der Pressesprecherin des Repräsentantenhauses. Besonders brisante Fälle betrafen Handelsaktivitäten im Zusammenhang mit Spannungen im Iran sowie Spekulationen über die politische Zukunft der Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem. Diese Beispiele nährten die Befürchtung, dass Insiderwissen ausgenutzt werde und mögliche Risiken für die nationale Sicherheit bestünden.

Die CFTC stuft Ereigniskontrakte bereits als Derivate ein und unterwirft sie damit den bestehenden Finanzvorschriften sowie dem STOCK Act. Um die Aufsicht zu verschärfen, forderten die Abgeordneten beide Behörden auf, bundesweite Richtlinien zu erlassen, die Beamten verbieten, auf Prognoseplattformen mit nicht öffentlich zugänglichen Informationen zu handeln. Zudem verlangten sie bis zum 13. April eine offizielle Stellungnahme, die auch Details zu etwaigen Ermittlungen gegen Bundesangestellte sowie die bestehenden Überwachungssysteme umfasst.

Ein separater Gesetzentwurf des Senats, der "DEATH BETS Act", war bereits zuvor eingebracht worden, um Ereigniskontrakte zu verbieten, die sich auf Kriege, Attentate oder den Tod einer Einzelperson beziehen. Der Vorschlag ist Teil umfassenderer Bemühungen, spekulativen Handel mit sensiblen Themen einzudämmen.

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Der Druck auf strengere Regeln wächst, während Prognosemärkte zunehmend an Beliebtheit gewinnen und vermehrt in den Fokus von Regulierungsbehörden und Gesetzgebern rücken. Die Behörden stehen nun vor der Aufgabe, ihre Durchsetzungsmaßnahmen zu präzisieren und den Missbrauch von Insiderwissen zu verhindern. Eine Antwort der CFTC und der Ethikbehörde wird bis Mitte April erwartet.

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