Urlaubsstress oder digitale Auszeit? Wie Russen mit Job-Nachrichten umgehen
Julian HartmannUrlaubsstress oder digitale Auszeit? Wie Russen mit Job-Nachrichten umgehen
Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie russische Arbeitnehmer mit berufsbezogener Kommunikation während ihres Urlaubs umgehen. Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus: Manche schalten komplett ab, andere bleiben zumindest teilweise erreichbar. Die Ergebnisse verdeutlichen die unterschiedlichen Einstellungen zur Work-Life-Balance im Urlaub.
Fast die Hälfte der Bewohner der Region Krasnodar (49 %) ignoriert während der freien Tage berufliche Chats und E-Mails. Weitere 11 % gehen noch einen Schritt weiter und deaktivieren Benachrichtigungen vollständig. Gleichzeitig gibt fast die Hälfte aller Befragten (50 %) zu, auch im Urlaub für bestimmte berufliche Anfragen verfügbar zu bleiben.
Die Umfrage ergab zudem, dass 35 % der Arbeitnehmer in ihrer Freizeit berufliche Nachrichten prüfen und 30 % bei Bedarf darauf antworten. Nur 10 % planen bewusst eine digitale Auszeit, doch 47 % versuchen dennoch, berufsbezogene Kontakte einzuschränken.
Was die Erreichbarkeit betrifft, halten 30 % der Teilnehmer einen stabilen Internetzugang während des Urlaubs für wichtig. Darüber hinaus bleiben 43 % der Einwohner der Region Krasnodar für dringende Angelegenheiten erreichbar. Besonders Beschäftigte in bestimmten Branchen – wie Kundenservice (58 %), Lagerpersonal (56 %) und Metallverarbeiter (55 %) – legen Wert auf eine klare Trennung von Beruf und Freizeit während ihres Urlaubs.
Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum an Herangehensweisen an die berufliche Kommunikation im Urlaub. Manche Arbeitnehmer schalten komplett ab, andere bleiben zumindest teilweise eingebunden. Die Daten deuten auch darauf hin, dass bestimmte Berufsgruppen der Abgrenzung zwischen Arbeit und privater Zeit im Urlaub eine höhere Bedeutung beimessen.






