Universit├Ąt Leipzig ├ťberpr├╝ft umstrittene Mantrailer-Hundestudie

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Ein Hund schaut durch ein Metallgitter auf eine Stra├če, Geb├Ąude und B├Ąume in der Ferne.

Universit├Ąt Leipzig ├ťberpr├╝ft umstrittene Mantrailer-Hundestudie

Die Universität Leipzig hat eine erneute Überprüfung einer umstrittenen Doktorarbeit in Auftrag gegeben, in der behauptet wurde, dass Mantrailer-Hunde individuelle Geruchsspuren über längere Zeiträume verfolgen können. Die Studie, die zunächst als PR-Erfolg für die sächsische Polizei gefeiert wurde, geriet später in die Kritik und stand unter Vorbehalt. Im Jahr 2020 sorgte die Untersuchung für Aufsehen, als das Fachmagazin Forensic Science International Bedenken an den Ergebnissen äußerte. Trotz einer internen Überprüfung durch die Universität Leipzig, die keine Mängel feststellte, blieben Zweifel bestehen. Nun hat die Hochschule beschlossen, die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit der Arbeit im Jahr 2022 erneut zu bewerten. Unterdessen hat die sächsische Polizei ihr Ausbildungsprogramm für Mantrailer-Hunde eingestellt und setzt die Tiere nicht mehr in Ermittlungs- oder Strafverfahren ein. Die noch im Dienst befindlichen Hunde kommen nur noch in Ausnahmefällen bei Personensuchen innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums zum Einsatz. Die Ständige Kommission der Universität Leipzig zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens wird in Kürze über die weiteren Schritte im Überprüfungsverfahren entscheiden. Die Entscheidung der Universität Leipzig, die Studie erneut zu bewerten, folgt auf jahrelange Debatten und Kritik. Die künftige Verwendung von Mantrailer-Hunden in Strafverfahren bleibt ungewiss, nachdem die sächsische Polizei ihr Ausbildungsprogramm beendet hat. Das Ergebnis der Überprüfung wird maßgeblich die Glaubwürdigkeit der ursprünglichen Studie beeinflussen und könnte die zukünftige Nutzung dieser Hunde prägen.