15 May 2026, 22:40

UN-Bericht 2026 offenbart dramatische Lücken beim globalen Waldschutz

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" angibt.

UN-Bericht 2026 offenbart dramatische Lücken beim globalen Waldschutz

Der neueste Bericht zu den Globalen Waldzielen 2026 zeigt gemischte Fortschritte bei der Erfüllung der Waldschutzziele der Vereinten Nationen. Der während der 21. Tagung des UN-Forums für Wälder (UNFF21) in New York veröffentlichte Bericht kommt zu dem Schluss, dass lediglich 7 von 26 waldbezogenen Zielen in nennenswertem Umfang erreicht wurden. Gleichzeitig bleiben Wälder durch Abholzung, Klimawandel und illegale Ausbeutung massiv bedroht.

Der UN-Strategieplan für Wälder 2030 definiert sechs zentrale Ziele: die Umkehr des Waldverlusts, die Verbesserung von Lebensgrundlagen durch Waldnutzung, die Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung, die Sicherung von Finanzmitteln, die Stärkung der Governance sowie die Förderung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit. Doch der aktuelle Bericht offenbart erhebliche Defizite. Zwischen 2015 und 2025 gingen weltweit über 40 Millionen Hektar Wald verloren – eine Fläche größer als Deutschland.

Das UN-Forum für Wälder hat eine Schlüsselrolle in der globalen Waldpolitik eingenommen. Es initiierte die Kooperationspartnerschaft für Wälder (CPF), führte das erste UN-Waldinstrument ein und verabschiedete den Strategieplan 2030. Trotz dieser Initiativen bleibt die Finanzierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung chronisch unzureichend, was dringend benötigte Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen bremst.

Fachleute betonen, dass stärkere Governance-Strukturen, bessere sektorübergreifende Kooperationen und innovative Finanzierungsmodelle dringend erforderlich sind. Ohne diese werden zentrale Ziele wie die Beendigung der Abholzung und die Verbesserung waldbasierter Lebensgrundlagen unerreichbar bleiben. Der Bericht warnt zudem, dass Waldbrände, Schädlingsbefall und illegale Holzschläge die Krise verschärfen – insbesondere in gefährdeten Regionen.

Als langjähriges Mitglied der CPF nahm unsere Plattform an den Diskussionen der UNFF21 teil. Wir bleiben verpflichtet, den Schutz der Primärwälder und großflächige Renaturierungsprojekte zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind entscheidend für Klimaresilienz, Biodiversität, Wassersicherheit und nachhaltige Wirtschaftssysteme.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Bericht 2026 macht deutlich: Die bisherigen Anstrengungen reichen nicht aus, um die UN-Waldziele bis 2030 zu erreichen. Da bisher nur ein Bruchteil der Ziele erfüllt ist, sind beschleunigte Maßnahmen nötig – gegen Abholzung, für mehr Finanzierung und bessere Governance. Die Erkenntnisse werden die künftigen politischen Debatten prägen, während Regierungen und Organisationen vor der nächsten Bestandsaufnahme stärkere Schutzmechanismen fordern.

Lesen Sie auch:

Quelle