Trump-Regierung plant umstrittene Verschwiegenheitserklärung für Bundesangestellte
Sebastian VoigtTrump-Regierung plant umstrittene Verschwiegenheitserklärung für Bundesangestellte
Die Regierung unter Donald Trump hat eine Verschwiegenheitserklärung für Bundesangestellte vorgeschlagen, um die Weitergabe vertraulicher Regierungsdokumente zu unterbinden. Der Plan stößt bei Abgeordneten und Interessensverbänden auf Kritik, die mögliche Konflikte mit Whistleblower-Schutzbestimmungen und dem Recht auf freie Meinungsäußerung befürchten.
Die geplante Verschwiegenheitsvereinbarung würde interne Behördenvorgänge, Personalangelegenheiten, Beschaffungsprozesse und sensible Informationen abdecken. Scott Kupor, Direktor des Office of Personnel Management (OPM), begründete den Vorstoß damit, dass er die Verantwortlichkeit stärken und persönliche Daten sowie Regierungsinformationen schützen solle.
Der Abgeordnete Raja Krishnamoorthi (Demokraten, Illinois) hinterfragte das OPM zu dem Vorschlag und erkundigte sich, ob dieser mit dem Ersten Verfassungszusatz und den Whistleblower-Gesetzen vereinbar sei. Er argumentierte, dass die Vereinbarung selbst mit Zusicherungen die bestehenden Schutzmechanismen aushöhlen könnte.
Auch die Organisation Public Employees for Environmental Responsibility (PEER) lehnte den Plan ab und warnte, dieser könnte Whistleblower-Rechte unrechtmäßig einschränken. Joe Spielberger vom Project on Government Oversight äußerte die Sorge, die Maßnahme könnte zu einer „harten Gangart“ gegen Whistleblower und die Meinungsfreiheit führen. Der OPM-Vorschlag steht bis zum 26. Juni zur öffentlichen Stellungnahme offen – bisher gingen bereits über 11.600 Kommentare ein.
Zusätzlich könnten die vom OPM geplanten Änderungen der Eignungsvorschriften für Bundesbedienstete die Verschwiegenheitserklärung mit den Arbeitsbedingungen verknüpfen. Dadurch wäre es der Behörde möglicherweise gestattet, Mitarbeiter zu entlassen, die sich weigern, die Vereinbarung zu unterzeichnen.
Der NDA-Entwurf wird weiterhin geprüft, während die öffentliche Rückmeldung noch gesammelt wird. Kritiker äußern weiterhin Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Transparenz und rechtliche Schutzmechanismen für Bundesangestellte. Das OPM betont indes, die Maßnahme sei notwendig, um sensible Informationen zu schützen.






