Toronto erhält Millionenförderung gegen Jugendgewalt und Bandenkriminalität
Charlotte RichterToronto erhält Millionenförderung gegen Jugendgewalt und Bandenkriminalität
Torontos Programme zur Verhinderung von Schusswaffen- und Bandengewalt unter Jugendlichen erhalten massive Finanzspritze
Die Initiativen der kanadischen Metropole zur Prävention von Waffen- und Gangkriminalität bei jungen Menschen werden künftig deutlich besser ausgestattet sein. Die Bundesregierung kündigte eine Verlängerung und Aufstockung der Förderung an, um die Fortführung entscheidender Projekte zu sichern. Die Ankündigung erfolgt kurz vor dem Auslaufen der bisherigen Mittel für zwei zentrale Programme.
Die Bekanntgabe erfolgte gemeinsam mit Bürgermeisterin Olivia Chow, die betonte, wie die zusätzlichen Gelder lebenswichtige Angebote in Scarborough und anderen Stadtteilen erhalten werden. Der Building Safer Communities Fund (BSCF) erhält nun 157,5 Millionen kanadische Dollar über die nächsten drei Jahre. Dies folgt auf Befürchtungen, dass sowohl der BSCF als auch der Crime Prevention Action Fund (CPAF) ihre bundesstaatliche Unterstützung verlieren würden. Während die Zukunft des BSCF damit gesichert ist, wird der CPAF nicht verlängert – die Stadt muss nun die entstehende Finanzlücke schließen.
Seit 2023 hat Toronto bereits 16,6 Millionen Dollar aus diesen Töpfen erhalten, davon 12,3 Millionen allein aus dem BSCF. Chow bestätigte, dass die neuen Bundesmittel die 6,2 Millionen Dollar abdecken, die der Stadtrat im Februar bewilligt hatte, um die gefährdeten Programme in Scarborough zu retten. Zudem stellte sie Soul-R Damon Maraj vor, einen ehemaligen Teilnehmer der städtischen Initiativen, der über seine eigenen Erfahrungen mit Schusswaffengewalt und die lebensverändernde Wirkung kontinuierlicher Unterstützung berichtete.
Bundesminister für öffentliche Sicherheit, Gary Anandasangaree, bezeichnete die Entscheidung als "Verstärkung eines bewährten Erfolgsmodells". Scott McKean, Torontos Direktor für Gemeinschaftssicherheit und Wohlbefinden, zeigte sich erleichtert und hob hervor, dass die Regierung auf die Forderungen der Gemeinschaft nach dauerhafter Förderung gehört habe. Maraj unterstrich dies und betonte, wie entscheidend verlässliche Investitionen für die langfristige Wirksamkeit der Programme seien.
Die verlängerte Förderung stellt sicher, dass Torontos Gewaltpräventionsprogramme für Jugendliche vorerst ohne Unterbrechung weiterlaufen können. Die 157,5 Millionen Dollar über drei Jahre sichern bestehende Angebote – darunter auch jene in Scarborough. Allerdings bedeutet der Wegfall des CPAF, dass die Stadtverwaltung nun alternative Wege finden muss, um diese Mittel zu ersetzen.






