Thüringens Biogasanlagen kämpfen ums Überleben nach EEG-Reform

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Ackerland mit verschiedenen Kulturen, eine Beregnungsmaschine im Vordergrund und eine Baumreihe mit weiteren Kulturen im Hintergrund.

Thüringer Bauern warnen vor Einbruch bei vielen Biogasanlagen - Thüringens Biogasanlagen kämpfen ums Überleben nach EEG-Reform

Biogasanlagen in Thüringen stehen vor ungewisser Zukunft

In Thüringen droht vielen Biogasanlagen das Schließen, nachdem die Förderbedingungen verschärft wurden. In den vergangenen drei Jahren mussten bereits über 20 Anlagen schließen, da Betreiber kaum noch profitabel arbeiten können. Der Thüringer Bauernverband warnt nun, dass bis zu die Hälfte der verbleibenden 250 Anlagen innerhalb der nächsten drei Jahre dichtmachen könnte – sofern sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern.

Auslöser der Krise sind Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das die Einspeisevergütung nun auf nur noch 3.000 Stunden pro Jahr begrenzt – vor allem nachts, wenn Solar- und Windstrom knapp sind. Für viele Betreiber ist es unter diesen Vorgaben unmöglich, die Kosten zu decken. Ohne Subventionen bleibt ihnen nur die Wahl: Entweder sie investieren massiv in Modernisierungen, um die Produktion innerhalb des engen Zeitfensters zu steigern, oder sie müssen ihre Anlagen stilllegen.

Durch den Wegfall der Fördergelder und die strengeren Einspeiseregeln könnte sich die Biogas-Kapazität Thüringens bis 2027 halbieren. Die Betreiber stehen vor der Entscheidung, entweder hohe Summen in technische Aufrüstungen zu stecken oder ihre Anlagen zu schließen – mit gravierenden Folgen für die erneuerbaren Energieziele des Landes. Der Bauernverband fordert weiterhin politische Nachbesserungen, um die Anlagen am Laufen zu halten und ihre Rolle in der Energieversorgung zu sichern.