Terry Sweeney enthüllt rassistischen AIDS-Witz von Chevy Chase bei *SNL*

Terry Sweeney enthüllt rassistischen AIDS-Witz von Chevy Chase bei *SNL*
Terry Sweeney, der erste offen schwule männliche Schauspieler bei Saturday Night Live, hat sich über einen beleidigenden AIDS-Witz geäußert, den Chevy Chase in den 1980er-Jahren vorgeschlagen hatte. Der Vorfall ereignete sich, als Sweeney in der Spielzeit 1985–86 zum Ensemble gehörte – eine Zeit, in der offen schwule Darsteller im US-Fernsehen noch eine Seltenheit waren.
Der Witz, den Chase auf dem Höhepunkt der AIDS-Pandemie einbrachte, bestand darin, Sweeney wöchentlich zu wiegen, um zu prüfen, ob er an der Krankheit leide.
Sweeney stieß nach seinem Collegeabschluss zunächst als Autor zu SNL und erhielt Anerkennung für seine Drag-Auftritte. Später wurde er zum festen Ensemblemitglied und war vor allem für seine Imitationen bekannt, etwa von Nancy Reagan oder Mr. T. Viele seiner Sketche bedienten jedoch schwule Klischees oder erforderten von ihm, in Drag aufzutreten – oft wurden sie erst spät in der Sendung gezeigt.
Während seiner Zeit bei SNL schlug Chase einen Sketch vor, in dem Sweeney jede Woche gewogen werden sollte, um zu sehen, ob er abgenommen habe – eine Anspielung auf AIDS-bedingte Krankheitsbilder. Sweeney, der sich bereits vor seinem Einstieg bei der Show geoutet hatte, nannte Chase daraufhin ein „Arschloch“. Als Chase Jahre später in einer CNN-Dokumentation zu dem Vorfall befragt wurde, zeigte er weder Reue noch Reflexion.
Lorne Michaels, der Schöpfer der Show, verteidigte Chase mit der Begründung, sein Verhalten entspreche damals der Comedy-Kultur bei SNL. Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Sweeney als einer der wenigen offen schwulen Darsteller im Mainstream-Fernsehen der 1980er-Jahre konfrontiert war.
Sweeneys Erfahrungen werfen ein Licht auf die Behandlung von LGBTQ+-Künstlern in der Comedy während einer schwierigen Epoche. Der verletzende Witz sowie seine häufigen Rollen in klischeehaften Sketchen spiegeln die damaligen Einstellungen wider. Seine Schilderungen bleiben ein bemerkenswerter Teil der SNL-Geschichte und der weiteren Debatte über Repräsentation in der Unterhaltungsbranche.
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