24 May 2026, 17:01

Sunaks Mindestlohn-Politik verschärft Jugendarbeitslosigkeit – jetzt bereut er sie

Sunak fordert die Abschaffung der Mindestlohnbehörde

Sunaks Mindestlohn-Politik verschärft Jugendarbeitslosigkeit – jetzt bereut er sie

Rishi Sunak hat eingeräumt, dass die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns während seiner Amtszeit ungewollte Folgen hatte. Der ehemalige Premierminister und Schatzkanzler argumentiert nun, dass die Politik zur Jugendarbeitslosigkeit beigetragen habe. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem neue Zahlen zeigen, dass fast eine Million junger Menschen ohne Arbeit oder Ausbildung sind.

Zwischen 2021 und April 2024 trieb Sunak den gesetzlichen Mindestlohn deutlich in die Höhe – von 8,91 Pfund auf 11,44 Pfund. Dazu gehörte ein Anstieg von fast zehn Prozent innerhalb eines einzigen Jahres. Mittlerweile bedauert er jedoch, die Empfehlungen der Low Pay Commission (LPC) zu weiteren Erhöhungen nicht blockiert zu haben.

Bis Anfang 2026 war die Arbeitslosigkeit unter 16- bis 24-Jährigen auf 16,2 Prozent gestiegen, wodurch 729.000 junge Menschen ohne Job blieben. Weitere 957.000 wurden bis Ende 2025 als Neets eingestuft – also als Personen, die sich weder in Bildung, Beschäftigung noch in einer Ausbildung befanden. Sunak bringt diese Probleme inzwischen mit seiner Lohnpolitik in Verbindung.

Als Reaktion schlug er vor, die LPC abzuschaffen und sie als überflüssige Behördeninstitution zu bezeichnen. Stattdessen forderte er die Minister auf, die Festlegung der Lohnsätze direkt in die Hand zu nehmen. Zudem regte er an, die gesetzlichen Lohnniveaus bis 2030 einzufrieren und künftige Erhöhungen an das Produktivitätswachstum statt an Inflation oder Lebenshaltungskosten zu knüpfen.

Sunaks Eingeständnis unterstreicht die Schwierigkeiten, Lohnwachstum und Stabilität auf dem Arbeitsmarkt in Einklang zu bringen. Seine Vorschläge würden die Verantwortung für Lohnentscheidungen von unabhängigen Beratern auf die Regierung verlagern. Die Auswirkungen solcher Änderungen, falls umgesetzt, würden von Arbeitgebern und jungen Arbeitnehmern gleichermaßen genau beobachtet werden.

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