07 June 2026, 21:02

Südkorea: Präsident Lee schlägt erste Ministerpräsidentin seit Jahren vor

Als das zweite Jahr beginnt, die Anklageerhebung ansprechen

Südkorea: Präsident Lee schlägt erste Ministerpräsidentin seit Jahren vor

Präsident Lee Jae-myung hat Han Seong-sook, die amtierende Ministerin für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups, als neue Ministerpräsidentin nominiert. Die Ankündigung erfolgt kurz vor seiner Pressekonferenz zum ersten Amtsjahr und einer geplanten Europareise von Dienstag bis zum 18. Juni. Sollte ihre Ernennung bestätigt werden, wäre Han die zweite Frau in diesem Amt in der Geschichte Südkoreas.

Die Nominierung fällt in eine Phase politischer Herausforderungen für Lee und seine Regierung. Bei den Kommunalwahlen am 3. Juni verlor die Demokratische Partei die Oberbürgermeisterwahl in Seoul – ein deutliches Signal der Wählerunzufriedenheit mit einer als einseitig empfundenen Regierungsführung. Um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen, muss Lee nun Vorwürfe angehen, wonach in seiner Regierung Ungleichbehandlung und Privilegien vorherrschen.

Mit der Wahl Hans unterstreicht die Regierung ihren Fokus auf Kompetenz und Fachwissen. Lee betont insbesondere ihre Rolle bei der vorangetriebenen wirtschaftlichen Transformation durch künstliche Intelligenz sowie der Förderung eines breiteren Wachstums. Offene Fragen bleiben jedoch zu seiner Haltung gegenüber dem Vorschlag für einen Sonderermittler und jüngsten Äußerungen über den amtierenden Generalstaatsanwalt.

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Während Lee sein zweites Amtsjahr beginnt, erwarten die Wähler weiterhin, dass er die Verfassung achtet, die Rechtsstaatlichkeit wahrt und demokratische Werte schützt. Die neue Personalentscheidung kommt zu einem entscheidenden Moment für seine Führung.

Sollte Han Seong-sook bestätigt werden, wäre dies ein historischer Meilenstein: Sie wäre erst die zweite Frau in diesem Amt. Die Ernennung unterstreicht Lees Bestreben, eine fachkundige und reformorientierte Regierung zu bilden. Doch anhaltende Kontroversen und Wahlniederlagen zwingen seine Administration, das öffentliche Vertrauen zurückzugewinnen.

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