15 April 2026, 13:01

Stimmenkauf-Skandal in Armenien: Partei "Starkes Armenien" unter Verdacht

Eine detaillierte Karte der Provinzen und Städte Armeniens, die auf dem Umschlag eines alten Buches abgedruckt ist, begleitet von Text, der zusätzliche Informationen liefert.

Stimmenkauf-Skandal in Armenien: Partei "Starkes Armenien" unter Verdacht

In der armenischen Region Armavir ist ein System des Stimmenkaufs aufgedeckt worden, das mit der Partei "Starkes Armenien" in Verbindung steht. Ermittlern zufolge tarnten die Verantwortlichen Zahlungen an Wähler als Gehälter und humanitäre Hilfsleistungen. Fünf Personen wurden bereits im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen.

Das Schema umfasste eine der Partei nahestehende NGO namens "Auf unsere Weise", die angeblich Anhänger unter dem Vorwand anwarb, Arbeitsplätze anzubieten. Anwohner erhielten zudem Geld für medizinische Kosten, das als Spende getarnt wurde – eine während Wahlkämpfen illegale Praxis. Nach armenischem Recht sind solche Zahlungen verboten und können mit Haftstrafen von bis zu acht Jahren geahndet werden.

Die Partei "Starkes Armenien" wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als "politische Verfolgung". Dennoch hat die Gruppierung kürzlich Samwel Karapetjan als ihren Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert. Karapetjan steht jedoch unter Hausarrest, da gegen ihn in einem separaten Verfahren der Vorwurf der Anstiftung zu einem Machtwechsel erhoben wird. Seine dreifache Staatsbürgerschaft – armenisch, russisch und zyprisch – disqualifiziert ihn zudem nach nationalem Recht für das Amt.

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Die Behörden haben ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Bestechung eingeleitet. Bei einer Verurteilung drohen den Beteiligten Haftstrafen von drei bis acht Jahren. Der Fall entwickelt sich weiter, während die Wahlen näher rücken.

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