Stephan Haselberger verlässt den Tagesspiegel nach fast 20 Jahren
Sebastian VoigtStephan Haselberger verlässt den Tagesspiegel nach fast 20 Jahren
Stephan Haselberger wird zum Jahresende sein Amt als stellvertretender Chefredakteur des Tagesspiegel auf eigenen Wunsch hin verlassen. Sein Abschied markiert das Ende einer fast zwei Jahrzehnte währenden Tätigkeit bei der Berliner Tageszeitung. Kollegen und Redakteure würdigen seinen prägenden Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung und politische Bedeutung des Blattes.
Haselberger stieg vor knapp 20 Jahren beim Tagesspiegel ein, zunächst als Korrespondent, bevor er die Leitung des Hauptstadtbüros übernahm. Später avancierte er zum stellvertretenden Chefredakteur und gestaltete maßgeblich die redaktionelle Linie sowie die politische Berichterstattung der Zeitung mit. Chefredakteur Christian Tretbar hob besonders seine Fähigkeit hervor, zentrale Themen zu erkennen – was die Reichweite des Tagesspiegel über Berlin hinaus erweiterte.
Bekannt für sein präzises Nachrichtenurteil, spielte Haselberger eine zentrale Rolle bei der inhaltlichen Ausrichtung des Tagesspiegel. Mit seinem Ausscheiden verbleiben Laura Himmelreich, Anke Myrrhe und Sidney Gennies als stellvertretende Chefredakteure. Die Entscheidung wurde als einvernehmlich beschrieben; Haselberger dankte für die gemeinsame Zeit beim Blatt.
Der Tagesspiegel gehört zur DvH Medien GmbH, die dem Medienunternehmer Dieter von Holtzbrinck gehört. Zur Gruppe zählen zudem Die Zeit, das Handelsblatt und die WirtschaftsWoche.
Haselbergers Abschied beendet eine lange und einflussreiche Phase beim Tagesspiegel. Seine Arbeit in der redaktionellen Führung und politischen Berichterstattung hat bleibende Spuren in der Zeitung hinterlassen. Die weitere Entwicklung des Blattes liegt nun in den Händen der verbleibenden stellvertretenden Chefredakteure und des bestehenden Redaktionsteams.






