SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Julian HartmannSPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Die SPD in Baden-Württemberg hat Isabel Cadematori und Robin Mesarosch zu ihren neuen Doppelspitzen gewählt. Bei der Landtagswahl im März hatte die Partei eine historische Niederlage erlitten und nur noch 5,5 Prozent der Stimmen erhalten. Ihre offizielle Bestätigung steht nun auf einem Parteitag in Ulm noch aus.
Eine Mitgliederbefragung entschied über die neue Führung: Cadematori und Mesarosch erhielten 56,5 Prozent der Stimmen. Fast die Hälfte der rund 30.000 SPD-Mitglieder im Land beteiligte sich an der Abstimmung, die Wahlbeteiligung lag bei 46,5 Prozent.
Die 38-jährige Bundestagsabgeordnete Cadematori aus Mannheim wird das Amt mit dem 35-jährigen ehemaligen Landtagsabgeordneten Mesarosch aus Sigmaringen teilen. Beide erhalten den Auftrag, die Partei nach dem desaströsen Wahlergebnis neu aufzubauen.
Zu ihren Schwerpunkten zählen die Bekämpfung sozialer Ungleichheit und der Klimaschutz. Zudem wollen sie die Parteikommunikation reformieren: Statt einzelner Stellungnahmen sollen künftig drei bis vier große, abgestimmte Kampagnen pro Jahr im Mittelpunkt stehen. Die Doppelspitze muss noch von den Delegierten auf dem anstehenden Parteitag bestätigt werden. Bei einer Zustimmung übernehmen Cadematori und Mesarosch die Verantwortung, das Schicksal der SPD im Land zu wenden. Ihr Fokus liegt auf der Einigung der Partei und der Bearbeitung zentraler politischer Themen.






