Spargelsaison startet – doch höhere Preise drohen durch gestiegene Kosten und Löhne
Finn WolfAsparagusernte beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelsaison startet – doch höhere Preise drohen durch gestiegene Kosten und Löhne
Spargelsaison in Deutschland hat begonnen – doch größere Mengen kommen erst ab Ende März und April auf den Markt
Die diesjährige Spargelsaison in Deutschland ist eröffnet, doch mit nennenswerten Liefermengen ist erst ab Ende März und im April zu rechnen. Landwirte warnen, dass die Preise in diesem Jahr aufgrund gestiegener Energiekosten und Lohnaufwendungen steigen könnten. Die Ernte bleibt stark abhängig von Saisonarbeitern, was die Produktion zusätzlich belastet.
In Teilen von Rheinland-Pfalz hat die Ernte bereits begonnen, wobei die ersten Aktivitäten vor allem im Süden konzentriert sind. Betriebe wie der Hof Kallen bei Köln wollen am 19. März starten, während Peter Wermes in Zündorf etwa am 20. März folgt. In Brandenburg und auf dem Hof Nagelschmitz in Bedburg werden die ersten größeren Chargen voraussichtlich Ende März eintreffen.
Die Wetterbedingungen waren in dieser Saison den Anbauern bisher günstig gesinnt und begünstigen ein stetiges Wachstum. Dennoch bleibt der Spargelanbau extrem arbeitsintensiv – die Landwirte sind vollständig auf Saisonkräfte angewiesen. Da der Mindestlohn in Deutschland mittlerweile bei 13,90 Euro pro Stunde liegt und bis 2027 auf 14,60 Euro steigen soll, sind die Lohnkosten deutlich angestiegen.
Landwirte im nördlichen Rheinland-Pfalz erwarten höhere Preise und verweisen auf gestiegene Energiekosten und Lohnabrechnungen. Die endgültige Preisgestaltung hängt zudem von Ertragsqualität, Sortierung und den allgemeinen Betriebskosten ab. Unklar bleibt jedoch, wie stark die Verbraucher an den Marktständen letztlich zur Kasse gebeten werden.
Die ersten größeren Spargellieferungen außerhalb von Rheinland-Pfalz werden voraussichtlich ab Ende März verfügbar sein, während eine flächendeckende Versorgung erst im April einsetzt. Die steigenden Produktionskosten – getrieben von Energiepreisen und Lohnerhöhungen – dürften die Einzelhandelspreise nach oben treiben. Die Erzeuger beobachten weiterhin Erträge und Marktnachfrage, während die Saison voranschreitet.






