SoVD fordert Sondersteuer für Ölkonzerne wegen Rekordgewinnen in der Energiekrise
Finn WolfSoVD fordert Sondersteuer für Ölkonzerne wegen Rekordgewinnen in der Energiekrise
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat eine Sondersteuer für Ölkonzerne gefordert, um übermäßige Gewinne einzudämmen. SoVD-Präsidentin Michaela Engelmeier kritisierte die Unternehmen scharf, weil sie die Energiekrise ausnutzten, während Verbraucher:innen mit stark gestiegenen Spritpreisen zu kämpfen hätten. Gleichzeitig bezeichnete sie den jüngsten Tankrabatt der Regierung als sinnlose und wirkungslose Maßnahme.
Engelmeier verurteilte Konzerne, die Krisen gezielt für höhere Gewinne ausnutzten. Besonders im Ölsektor hätten die hohen Preise zu Rekordgewinnen geführt, während Haushalte zunehmend unter finanzieller Belastung litten. Ihre Äußerungen fielen zusammen mit erneuten Forderungen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einer Übergewinnsteuer für Mineralölunternehmen.
Die SoVD-Vorsitzende lehnte den staatlichen Tankrabatt zudem als schlecht gezielte Hilfe ab. Die Maßnahme sei teuer, komme aber nicht bei denen an, die sie am dringendsten bräuchten. Stattdessen plädierte Engelmeier für ernsthafte Verhandlungen über eine Abgabe auf Übergewinne, um den Markt besser zu regulieren.
Unterdessen hat die Europäische Kommission eine EU-weite Übergewinnsteuer vorerst ausgeschlossen. Damit bleibt es den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen, eigene Lösungen zu finden – in Deutschland wird die Debatte darüber weitergeführt.
Die Forderung des SoVD erhöht den Druck auf die Politik, gegen die hohen Ölgewinne vorzugehen. Engelmeiers Kritik unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Fairness bei den Energiepreisen. Bisher hat die Bundesregierung noch nicht bestätigt, ob eine Übergewinnsteuer eingeführt wird.






