Skandal um vorzeitigen Abgang von Daniel Ris am Neuen Theater Senftenberg

Skandal um vorzeitigen Abgang von Daniel Ris am Neuen Theater Senftenberg
Daniel Ris verlässt vorzeitig die Leitung des Neuen Theaters Senftenberg
Daniel Ris wird das Neue Theater Senftenberg nicht länger leiten, nachdem sein Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig beendet wurde. Die Entscheidung fiel trotz einer ursprünglich bis 2027 laufenden fünfjährigen Amtszeit. Lokale Behörden begründeten den Schritt mit Führungsdefiziten und finanziellen Problemen, doch Ris zeigt sich uneinsichtig und sucht nun nach neuen beruflichen Möglichkeiten.
Die aktuelle Spielzeit des Theaters eröffnete mit einer mutigen Produktion, die die Sportkultur der DDR kritisch aufarbeitete – eine Mischung aus Satire und Debatten über Doping sowie ideologische Hingabe. Gleichzeitig wird das historische Gebäude, die Niederlausitz-Halle aus dem Jahr 1959, für 35 Millionen Euro grundsaniert.
Ris hatte die Leitung des Neuen Theaters Senftenberg vor drei Jahren übernommen und in dieser Zeit sowohl die Finanzen als auch das regionale Ansehen des Hauses gestärkt. Unter seiner Führung stiegen die Eigenmittel des Theaters, und seine Bekanntheit wuchs. Dennoch wurde ihm im März 2023 mitgeteilt, dass sein Vertrag trotz Laufzeit bis 2027 nicht verlängert werde.
Der Zweckverband „Neue Bühne – Niederlausitzer Theaterstädtebund Senftenberg“ löste die Vereinbarung vorzeitig auf und verwies auf strukturelle Mängel sowie Führungsversagen. Den Behörden zufolge habe Ris einen Schaden von 250.000 Euro verursacht, doch eine detaillierte Aufschlüsselung wurde bisher nicht veröffentlicht. Bürgermeister Andreas Pfeiffer anerkannte zwar Ris’ künstlerische Kompetenz, deutete aber an, dass in der von der AfD dominierten Region umfassendere Reformen nötig seien – und dass auch persönliche Differenzen eine Rolle gespielt hätten.
Über die Gründe für Ris’ Abgang wird spekuliert: Manche bringen ihn mit seiner klaren Haltung gegen rechtsextreme Politik und seiner offen vielfältigen Persönlichkeit in Verbindung. Die jüngste Produktion des Theaters – eine satirische Auseinandersetzung mit der DDR-Sportkultur – thematisiert militärisches Training, Doping und blinden Exzellenzkult. Der provokante Ton der Inszenierung hat Diskussionen ausgelöst und spiegelt Ris’ kompromisslosen Ansatz wider.
Während Ris sich nun anderweitig nach Stellen umschaut, bereiten Stadt und Landkreis eine Neuausschreibung für die Position des künstlerischen Leiters vor. Die Suche beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem die 1959 erbaute Niederlausitz-Halle eine umfassende Modernisierung für 35 Millionen Euro durchläuft.
Die vorzeitige Vertragsauflösung markiert einen Führungswechsel für das Neue Theater Senftenberg. Ris’ Abschied folgt auf finanzielle Streitigkeiten, strukturelle Kritik und politische Spannungen in der Region. Das Theater geht nun mit einem neuen Bewerbungsverfahren voran, während die ehrgeizigen Sanierungsarbeiten weiterlaufen.
Obwohl verärgert, bleibt Ris aktiv in der Branche und sucht nach neuen Herausforderungen, während seine vierte Spielzeit bevorsteht. Die Kontroverse um seinen Abgang unterstreicht die größeren Herausforderungen im kulturellen und politischen Umfeld Senftenbergs.

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