Skandal um Siresp: Rücktritt des Staatssekretärs löst politische Welle aus
Finn WolfSkandal um Siresp: Rücktritt des Staatssekretärs löst politische Welle aus
António Pombeiro trat am 22. Mai als stellvertretender Generalsekretär des Innenministeriums zurück. Sein Rücktritt erfolgte, nachdem er Viegas Nunes schwere Unregelmäßigkeiten bei der Führung des Unternehmens Siresp S.A. vorgeworfen hatte. Der Schritt löste eine politische Debatte aus und führte zu Forderungen nach einer parlamentarischen Überprüfung.
Pombeiro hatte seinen Rücktritt bereits am 28. April eingereicht, noch bevor Nunes erneut zum Präsidenten von Siresp ernannt wurde. In seinem ersten, von der Nachrichtenagentur Lusa veröffentlichten Schreiben warf er Nunes vor, versucht zu haben, Einfluss auf die Organisation auszuüben, als diese noch unter der Aufsicht der Streitkräfte stand. Die damals genannten Gründe wichen jedoch von denen in seiner späteren öffentlichen Stellungnahme ab.
Am 22. Mai, dem Tag, an dem Nunes die Leitung von Siresp wieder übernahm, bestätigte Pombeiro seinen Rückzug. Er erklärte, er könne sein Amt nicht länger ausüben, da die Vorwürfe der Fehlverwaltung nicht aufgeklärt worden seien. Das SIRESP-Netzwerk steht seit Langem in der Kritik, unter anderem wegen Versagens während der Waldbrände 2017, des Blackouts 2025 und des Sturms Kristin.
Der Innenminister verteidigte Nunes und verwies auf einen einwandfreien Prüfbericht, in dem dessen Kompetenz gelobt werde. Die Parteien Liberal Initiative und Chega forderten jedoch parlamentarische Anhörungen, um die Vorwürfe aus Pombeiros Rücktrittsschreiben zu untersuchen. Der Minister betont, es gebe keine Beweise für die gegen Nunes erhobenen Anschuldigungen. Die politischen Parteien drängen weiterhin auf Transparenz in der umstrittenen Führung von Siresp. Die Kontroverse unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Notfallkommunikationsnetzwerks.






