21 April 2026, 23:02

Skandal um Ex-Präsident der Ohio State: Rücktritt nach verbotener Liebesaffäre

Handgeschriebener Brief des Präsidenten John F. Kennedy an seine Frau, Mrs. Kennedy, auf leicht zerknittertem weißem Papier in schwarzer Kursivschrift.

Skandal um Ex-Präsident der Ohio State: Rücktritt nach verbotener Liebesaffäre

Walter Carter Jr., der ehemalige Präsident der Ohio State University, ist zurückgetreten, nachdem er eine "unangemessene Beziehung" zu Krisanthe Vlachos eingeräumt hatte. Der Skandal umfasste geheime Treffen, die private Nutzung von Universitätsressourcen und Versuche, ihre persönliche Verbindung vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Carter lernte Vlachos 2023 kennen, als er noch Präsident der University of Nebraska war. Die Beziehung setzte sich fort, nachdem er das Amt an der Ohio State übernommen hatte, doch hielten sie sie geheim – unter anderem durch die Nutzung eines diskreten Garagenzugangs zu seinem Büro. Im Laufe der Zeit unternahmen die beiden fünf private Reisen miteinander, die stets ohne Mittel der Universität finanziert wurden.

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Durch die Affäre ließ Carter sein Urteilsvermögen beeinträchtigen und nutzte seine Position zu Vlachos' Vorteil. Er setzte sich dafür ein, dass sie eine Anstellung an der Universität erhielt, und bemühte sich sogar um Fördergelder für ihren Podcast. Zudem genehmigte er kurzfristig ein von Vlachos organisiertes Theaterstück und setzte Universitätsressourcen für dessen Umsetzung ein. Vlachos kritisierte später die Universität wegen schlechter Ticketverkäufe – offenbar, um ihren eigenen Podcast zu bewerben.

Die Beziehung wurde bekannt, nachdem Carter das Fehlverhalten öffentlich eingeräumt hatte. Sein Rücktritt folgte kurz nach Bekanntwerden der Details.

Carters Abgang wirft Fragen zur Aufsicht und zu ethischen Standards an der Ohio State auf. Die Universität muss nun aufarbeiten, wie ein hochrangiger Funktionär Ressourcen und Einfluss für persönliche Vorteile nutzte. Der Skandal zeigt zudem die Risiken auf, die von nicht offengelegten Interessenkonflikten in der akademischen Führungsebene ausgehen.

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