Sechs Jahre Haft für Krypto-Geldwäscher nach Millionenbetrug in Kalifornien
Charlotte RichterSechs Jahre Haft für Krypto-Geldwäscher nach Millionenbetrug in Kalifornien
Ein 22-jähriger Mann aus Kalifornien ist zu fast sechs Jahren Haft verurteilt worden, weil er an einem großangelegten Kryptowährungsdiebstahl beteiligt war. Evan Tangeman gestand, im Rahmen einer Gruppe Millionen aus gestohlenen Geldern gewaschen zu haben, die Krypto-Besitzer durch Betrug und gewalttätige Übergriffe ins Visier nahm. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Welle von Straftaten im Zusammenhang mit digitalen Währungen.
Tangeman bekannte sich schuldig, bei der Geldwäsche von mindestens 3,5 Millionen US-Dollar behilflich gewesen zu sein, die Opfern gestohlen worden waren. Die Gruppe, die von den Behörden als von "extremer Gier" getrieben beschrieben wurde, erbeutete insgesamt rund 263 Millionen US-Dollar. Zu ihren Methoden gehörten Social-Engineering-Betrügereien sowie Einbrüche in die Wohnungen vermögender Krypto-Investoren.
Nach der Festnahme anderer Gruppenmitglieder versuchte Tangeman, Beweismaterial zu vernichten, um seine Beteiligung zu vertuschen. Mit dem gestohlenen Geld finanzierte die Bande einen luxuriösen Lebensstil – mit Anschaffungen wie Nobelkarossen, Immobilien im Hochpreissegment und exzessiven Nachtausflügen.
Die Verurteilung fällt in eine Zeit, in der kryptobezogene Straftaten weltweit zunehmen. Allein in Frankreich wurden Anfang 2026 41 Entführungen von Krypto-Besitzern registriert. Weltweit führten Betrug und Hackerangriffe im selben Zeitraum zu Verlusten in Höhe von 482 Millionen US-Dollar. Die Behörden warnen weiterhin, dass sowohl Online-Betrug als auch physische Angriffe auf Krypto-Nutzer zunehmen.
Tangeman erhielt eine Haftstrafe von 70 Monaten, gefolgt von drei Jahren Bewährung. Der Fall unterstreicht die wachsenden Risiken, denen Krypto-Anleger ausgesetzt sind – von digitalem Betrug bis hin zu gewaltsamen Raubüberfällen. Angesichts von Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe rufen Strafverfolgungsbehörden zu erhöhter Wachsamkeit auf. Tangemans Verurteilung zählt zu den größten Verfahren im Zusammenhang mit Krypto-Geldwäsche der letzten Jahre.






