Schuljahresende 2026 in Mexiko: Bundesstaaten rebellieren gegen SEP-Beschluss
Julian HartmannSchuljahresende 2026 in Mexiko: Bundesstaaten rebellieren gegen SEP-Beschluss
Das mexikanische Bildungsministerium (SEP) hat das Ende des Schuljahres 2025–2026 auf den 5. Juni vorverlegt. Die Entscheidung löste gemischte Reaktionen bei den Bundesstaaten aus: Einige lehnen die Änderung ab, andere passten ihre Pläne an, um die Lernziele dennoch zu erreichen.
Die Ankündigung des SEP, das Schuljahr zu verkürzen, sorgte landesweit für sofortige Reaktionen. Der Bundesstaat Aguascalientes stimmte sich umgehend mit der bundesweiten Vorgabe ab und bestätigte den 5. Juni als letzten Schultag.
Chihuahua übernahm ebenfalls den neuen Zeitplan, fügte jedoch eine Nachbereitungsphase vom 17. bis 28. August hinzu. Behördenversicherungen zufolge bleiben die Lernziele trotz des früheren Endes gewährleistet.
Dagegen lehnte Gouverneur Samuel García Sepúlveda aus Nuevo León die Änderung kategorisch ab. Der Bundesstaat hält am ursprünglichen Plan fest und beendet den Unterricht erst am 19. Juni. Jalisco folgte einem ähnlichen Kurs und behält das geplante Schuljahresende am 30. Juni bei.
Guanajuato sprach sich offen gegen die SEP-Entscheidung aus und verwies auf Konflikte mit bereits festgelegten akademischen Programmen und Prüfungen im Juni. Gouverneurin Libia Dennise García Muñoz Ledo forderte die Bundesbehörden auf, den Beschluss zurückzunehmen, da er zentrale Bildungsaktivitäten beeinträchtigen würde.
Die vorzeitige Beendigung des Schuljahres durch das SEP hat eine Spaltung zwischen den Bundesstaaten verursacht. Während einige die Anpassung akzeptieren, bestehen andere auf ihren ursprünglichen Kalendern. Die Uneinigkeit zeigt die unterschiedlichen Prioritäten bei der Abwägung zwischen bundesweiten Richtlinien und lokalen Bildungsbedürfnissen.






